Blogwechsel definitiv


Liebe Freunde

Die Probezeit ist vorbei und ich habe mich entschieden, meine Beiträge weiterhin auf Blogspot zu veröffentlichen, da verschiedene Features für mich persönlich einfacher zu handhaben sind. Dieser Blog bleibt noch als Archiv bestehen.

Das Projektörchen am neuen Ort

Ich freue mich, euch auch unter neuer Adresse als Leserinnen und Leser begrüssen zu dürfen.

Blogwechsel?


Ich bin derzeit mit einer Vielzahl Neuerungen auf Google konfrontiert und muss sagen, dass da aus meiner Sicht etwas ganz Tolles aufgebaut wird. Ich weiss, dass bezüglich Abhängigkeiten viele User etwas skeptisch reagieren. Trotzdem: Es entsteht unter Google eine Ansammlung von sehr innovativen Komponenten.

Dazu gehört auch das aufgemotzte Blogger-Script und -Design. Ich habe dies vor rund einem Jahr schon mal getestet und stelle jetzt fest, dass sich in der Zwischenzeit Neuerungen im Quantenbereich eingeführt wurden, vor allem, was die Vernetzung mit bestehenden persönlichen Google- Konten betrifft.

Neue Besen wischen immer gut, auch dies eine Erfahrung. Wie schnell sie Haare lassen, erfährt man in der Praxis. Aus diesem Grunde werde ich genau diesen Praxistest machen und bis Ende November auf diesem Blog weiter schreiben.

Anschliessend werde ich dann entscheiden, welchen Blog ich weiter führen werde.

Gaddafi: Mord ist Mord


Es geht schon wieder los: Wie ist denn nun Gaddafi ums Leben gekommen? Der Westen hütet sich in vornehmer Zurückhaltung und lässt den Übergangsrat gewähren. Dieser selbst ist bemüht, möglichst viele sich selbst widersprechende Varianten im Umlauf zu halten. Zum Beispiel:

„Nach wie vor ist unklar, wie Gaddafi ums Leben kam. Es gibt auch den Verdacht, dass er gelyncht wurde. Gaddafi wurde am Donnerstag zunächst in einem Wasserrohr unter einer Straße in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte entdeckt und lebend gefangengenommen. Nach Darstellung des Übergangsrates starb Gaddafi später in einem Krankenwagen. Der Fahrer des Wagens sagte allerdings der Nachrichtenagentur Reuters, Gaddafi sei bereits tot gewesen, als er den Körper in Empfang genommen habe. Ein Sprecher des Übergangsrates hatte erklärt, Gaddafi sei ins Kreuzfeuer seiner Anhänger und der Regierungstruppen geraten und dabei getötet worden.“ Quelle 

Bullshit, Freunde. Die Wirklichkeit zeigt Anderes. Vielleicht kann ich da noch etwas behilflich sein, habe aber meine Zweifel, dass deswegen die internationale Diplomatie klar Position beziehen wird.

Bilder

Video nur für stabile Gemüter

So, somit wäre jetzt eigentlich die Frage nach den internationalen Reaktionen, denn diese Bilder und der Video sprechen eine deutliche Sprache, sind sicher nicht nur mir bekannt…

Aber, wie schon früher erlebt: Einschleimen bei der neuen Regierung könnte wichtiger sein, als in diesem Falle eine klare Position zu vertreten.

 

 

 

 

Hebeln (2): Zuerst Rettung der Banken, dann Griechenland


Vor noch nicht mal 2 Monaten hat der IWF bei den europäischen Banken eine Unterfinanzierung von rund 200 Mia € ausgemacht und die Schliessung dieser Lücke angemahnt. Folge waren damals harsche Widersprüchen aus dem Bankensektor und der Vorwurf der Politik, hier würde Panikmache betrieben.

Heute zeigt sich, dass diese Mahnung offensichtlich berechtigt war. Die Finanzminister, im Sitzungsstress zwecks Lösung der EU-Schuldenprobleme, vor allem Griechenlands, kommen nämlich nicht darum herum, sich zuerst mal mit den europäischen Banken zu befassen. Dies vor dem Hintergrund eines möglichen Schuldenschnittes in Griechenland, welcher diverse europäische Banken in ihrer Existenz gefährden könnte.

Diplomatisch ausgedrückt:“Die Banken in Europa sollen zur Rettung Griechenlands einen erklecklichen Beitrag leisten – und zugleich notfalls mit Steuerzahlergeld ausstaffiert werden, um diesen Schuldenschnitt verkraften zu können.“ Quelle

Im Klartext: Mit einer skandalösen Eigenkapitaldeckung laborieren die Banken weltweit in der Gegend herum und zwar mit Bilanzsummen in Billionenhöhe. Wenn dann irgendwo was schief läuft, können sie sich darauf verlassen, dass der Staat die notwendigen Voraussetzungen schaffen wird, dass die Bude nicht pleite geht.

Wer ein Haus kaufen will, muss mindestens 20% Eigenkapital einbringen, ansonsten ist nichts mit Bankkrediten, obwohl die zu kaufende Immobilie an sich den Kreditwert ja abdeckt, oder zahlt jemand für Häuser Beträge, welche weit über dem eigentlichen Wert der Immobilie liegen? Nein. Es sind ja wieder Bankschätzungen, welche genau denselben bestimmen. Aber eben, ohne mindestens 20% Eigenmittel geht da gar nichts.

Nun müsste man ja meinen, dieselben Regeln würden für diejenigen, welche derartige Auflagen machen, selbst gelten. Weit gefehlt! Mit 4% Eigenkapital balancieren die Herrschaften dauernd am Abgrund und Forderungen nach 5% bis in 5 oder 6 Jahren wurde von den Oberbankern bisher einstimmig eine Abfuhr erteilt. Dabei sind vor allem Banken aus Skandinavien schon längst mit 9% eigenkapitalisiert und seltsamerweise hört man da  kein Gemurre, aber auch keine Krisengerüchte.

Jetzt sollen es also 9% für alle werden, meinen die Politiker. Die Mittel könnten auf dem freien Markt beschafft werden. Ich bin kein Finanzexperte, nur: Was ich nicht habe und mir auf dem freien Markt beschaffe, sind ja letztlich Schulden.. Was ich als Eigenmittel ausweise, aber letztlich andernorts verpfändet oder belehnt habe, darf ich nicht mehr als Eigenmittel aufführen, ansonsten nennt man dies üblicherweise Bilanzfälschung.

Natürlich wehren sich die Banken, denn diese Gelder dürften schwer aufzutreiben sein und sind nicht gratis. Wehe, die Gelder lassen sich nicht finden. Somit wäre ja die Bonität der Bank in Frage gestellt, die Aktienwerte (und somit das Eigenkapital) würden wegbrechen usw. usw. Dieses Geschäftsmodell kann nicht seriös sein, was die letzten drei Jahre unmissverständlich gezeigt haben.

Es muss  zu denken geben, wenn Griechenland mit einer Totalverschuldung von rund 300 Mia € durch einen allfälligen 50% Schuldenschnitt verschiedenste europäische Banken in den Ruin treiben könnte und der allenfalls durch den Staat zu leistende Einschuss in die Banken rund 100 Mia  betragen soll.

Wenn ich nun das Beispiel in meinen vorangegangenen Beitrag betrachte, bedarf dieses einer Erweiterung: „Meine 100% werden offiziell mit 20% versichert, schliesslich will man ja nicht den Teufel an die Wand malen. Zwischen uns Beiden wurde aber noch ein Zusatzabkommen geschlossen: Sollte der schlimmste Fall eintreten, wird mein entstandener Verlust neben den bereits garantierten 20% mit weiteren 40% Barmitteleinschuss aus einem andern Topf gehebelt..“, so lautete der Handel.

Ergänzung: „Die 40% hat mein Freund als Vorabzahlung sofort bei mir einzuzahlen.., dann werde  ich aktiv…“ Haha! Somit kriege ich Spielgeld, mein Risiko an den 100% beträgt bei Misserfolg lediglich noch 40%, im Erfolgsfalle kassiere ich 100%. Das sind Geschäfte, welche ich liebe…

Genau das passiert im Moment… Aber mal ehrlich: Kennst du in deinem Bekanntenkreis einen Blödmann, der sich auf so einen Handel einlässt?

Ich meine, das alles ist kurzfristig gedacht und könnte schon bald durch eine neue Krise abgelöst werden. Dazu die folgende Grafik:

So Freunde: Wie werden wohl die beiden Schweizer Grossbanken mit einem allfälligen 50% Schuldenerlass, also rund 32 Mia € Verlust umgehen??…. Autsch!

Irak-USA: Erhobenen Hauptes durch die Hintertüre


Heute ist zu lesen, dass die USA „gemäss Abkommen“ per Ende 2011 sämtliche noch verbliebenen 35 000 Armeeangehörigen aus dem Irak abziehen werde. An ihre Stelle würden möglicherweise private Sicherheitsfirmen aktiv werden. So kleine Privatarmeen, also? Kriegsgurgeln, welche nach eigenem Gutdünken für Recht, Ordnung und Sicherheit sorgen?? Söldner?

Obama betont, die letzten Soldaten, würden den Irak „erhobenen Hauptes“ verlassen und damit sei der 9-jährige Krieg beendet.  Rund eine Billion hat er gekostet, ca. 4500 US-Soldaten sind im Kampfe gefallen, Zehntausende laborieren noch an körperlichen und psychischen Verletzungen. Aber eben: Der Krieg ist „erfolgreich“ beendet.

Egal, Hauptsache man ist draussen und Obama kann für sich vereinnahmen, diesen krieg erfolgreich beendet zu haben. Wie sich die Dinge im Irak weiter entwickeln werden, das dürfen wir dann als nationales Ereignis weiter verfolgen. Stabil ist das Land noch keineswegs, im Gegenteil. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass eine Mehrheit von einer Minderheit regiert wird und die Frage der Zukunft wird sein, wer diese Minderheit erneut zu schützen gedenkt. Der Westen mit handfesten wirtschaftlichen Interessen? Eine Neugestaltung in Richtung islamischer oder islamistischer Staat? Welche Rollen werden dabei die Kurden, welche im Norden auf riesigen Erdölquellen sitzen, spielen. Wie gross ist ihr Einfluss auch über die Landesgrenzen hinaus, zum Beispiel in die Türkei oder in den Iran?

All das dürfte noch für viel Unruhe sorgen. Das ist aber nicht mehr das Problem der USA, sie nehmen für sich in Anspruch, ihren Auftrag erledigt zu haben. Welcher lautete: Das Regime Hussein, welches nach (nachweislich falschen Quellen) für die Terroranschläge vom 11.9. mitverantwortlich war, zu eliminieren. Was und wer ist nun eigentlich an dessen Stelle getreten?

 

Hebeln: „Ich gebe 20, du 100..“


Ein Freund sucht mich auf und will mich für ein tolles Projekt gewinnen. Ganz kurz: Es geht um eine Firma, welche in sehr desolatem Zustand ist, sogar von Pleite ist die Rede. Der Boss kriegt kaum mehr Kredite und wenn, dann zu sehr hohen Zinsen.

Mein Freund hängt da eigentlich bereits mit erheblichen Summen fest und möchte natürlich verhindern, dass er das Geld abschreiben muss. Er will also nochmals zuschiessen, aber nicht direkt in die Firma. Er will mich als Investor gewinnen und zwar mit einer satten Summe, sagen wir 100 Mio €.

Angesichts der Zinsen eigentlich ein gutes Geschäft. Nur: „Was passiert, wenn die Firma pleite geht? Die haben doch eh schon alles verpfändet. Ich müsste also mit einem massiven Verlust oder gar Totalschaden rechnen.“

„So schlimm ist es nicht, mein Freund. Ich sichere dich mit 20 Mio ab, du siehst also, das Risiko hält sich in Grenzen.“, versucht er mir seine Idee schmackhaft zu machen.

Das nennt man Freunde! Ich soll also mit meinem Kapital dafür bürgen, dass dessen Kohle nicht verbrennt und im Gegenzug erhalte ich eine Minigarantie für mein Geld, welches ich  da einbringe. So geht das natürlich nicht und ich habe ihm das auch erklärt. Pleite könne heissen, dass letztlich noch 20% des Anlegerkapitals vorhanden sei, ich also mit 80% meines Investments in die Röhre schaue.

Wir haben uns dann doch noch geeinigt. Meine 100% werden offiziell mit 20% versichert, schliesslich will man ja nicht den Teufel an die Wand malen. Zwischen uns Beiden wurde aber noch ein Zusatzabkommen geschlossen: Sollte der schlimmste Fall eintreten, wird mein entstandener Verlust neben den bereits garantierten 20% mit weiteren 40% Barmitteleinschuss aus einem andern Topf gehebelt.. Mein Risiko beträgt also noch 20%. Angesichts der Zinssätze von 9% ein gutes Unterfangen…

Ja, da sieht man: Gute Freunde sind sich gegenseitig schon was wert…

Um falsche Schlüsse zu vermeiden: Dieser Gedanke wurde NICHT von DB-Chef Ackermann in die Welt gesetzt.