Missbrauchsproblematik: Spaetestens seit 2002/03 bekannt

İn einer vorangegangenen Zuschrift wird mir unterstellt, mich konkret gegenüber einer Person sehr kritisch oder unfair kritisch zu verhalten. Dazu eine kurze Stellungnahme: Wer meine Beitraege aufmerksam liest, stellt fest, dass ich  den Orden und  kath. Kirche angreife. Weshalb? İch akzeptiere es nicht, das, was jetzt aufbricht, als „neu“, „Schock“, usw. vorgesetzt zu kriegen. İm Weiteren empfinde ich es nicht als ehrlich, die Aufdeckung und Aufklaerung dieser Faelle auf Vorstösse der letzten 10 Tage zurückzuführen.

Diese gesamte Problematik und mit ihr einzelne Faelle, welche jetzt als „neu“ dargestellt werden, sind schon laengst bekannt. Nur war und ist es eben so, dass die Kirche für sich zu diesem Thema eine eigene Rechtsstellung, um nicht zu sagen, Gerichtsbarkeit in Anspruch nimmt. Dies ist nicht eine İnterpretaton von mir, sondern in einer sehr guten Dokumentation der İnitiative Kirche von unten (IKvu) nachzulesen. İn sehr gut lesbarer Form hier. Nochmals: Dieses Papier stammt aus dem Jahre 2003.

Und ebenfalls bekannt ist dieses Papier.  Eine Beilage zum obigen Bericht,  ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit, damals dokumentiert bis 2003 und auf den Originalseiten von IGvu nachgeführt bis 2010.

Aus diesem Grunde ist es aus meiner Sicht berechtigt, diesen jetzigen Zirkus kritischer zu hinterfragen. Einerseits das Tamtam der Medien, andererseits die gepielte Ahnungslosigkeit und gespielte Betroffenheit der Kurie.

Eine weitere Tatsache ist, dass diese Empfehlungen von 2002 zwar auf dem Papier vorliegen, in der Praxis aber nach Gutdünken der einzelnen Zustaendigen gehandhabt werden. İm Weiteren sollte der folgende Abschnitt in der Beurteilung der İKvu  hellhörig machen und zwar  seit 8 Jahren:

Widersprüche zum deutschen Recht

Wie zuvor beschrieben, besteht nach dem deutschen Strafrecht eindeutig eine rechtliche Verpflichtung, Fälle sexuellen Missbrauchs staatlichen Behörden anzuzeigen, sowie Opfern von unzüchtigen Angriffen beiseite zu stehen, sobald man hiervon erfährt. Die Praxis der Deutschen Bischofskonferenz mit Blick auf sexuellen Kindesmissbrauch steht nicht im Einklang mit deutschem Recht, denn es findet ein langer Prozess innerhalb der römisch-katholischen Kirche statt, ehe der Kontakt zum Opfer aufgenommen wird, falls dies überhaupt geschieht. Dies impliziert, dass die römisch-katholische Kirche einige Zeit Kenntnis von einer verdächtigen unzüchtigen Handlung hat, ehe sie staatliche Dienststellen informiert. Die Kirche ist durch ihre eigenen Richtlinien gehalten, kanonisches Recht und das neue Gesetz des Heiligen Stuhls zur Verschwiegenheit zu befolgen. Das kanonische Recht führt aus, dass die Glaubenskongregation die absolute Autorität über die Untersuchungen und Beschlüsse hinsichtlich von Beschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern in der Kirche inne hat. Dies sollte für die Bundesrepublik Deutschland ein schwerer Grund zur Besorgnis darstellen, da das Recht und die Rechtspraxis des Heiligen Stuhls den deutschen Staat daran hindern, die Kinderrechtskonvention in vollem Umfang umzusetzen.

Wenn ich also von Vertuschung und Scheinheiligkeit spreche, beziehe ich mich auf diese Strukturen, welche den Verantwortlichen bestens bekannt sind und kritisiere die İnstitution  und nicht  Einzelpersonen.

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