„Kath. Erziehung“: Nicht leicht zu verstehen (1)

Ich bitte jetzt all jene um Entschuldigung, welche sich als Christen um eine kinder- und jugendgerechte Erziehung bemühen. Sie sollten sich nicht angesprochen und betroffen fühlen.

Was ich hier verlinke sind ein aktueller Beitrag und eine Zusammenfassung eines „Handbuches“.. Aufgezeigt werden ein Klima, eine Hierarchie, ein System. Man mag dies religiöse Unterweisung nennen, man mag es kath. Erziehung nennen, ich nenne es systematische geistige (und teilweise körperliche) Unterdrückung von Schutzbefohlenen und das ideale Klima Kinder und Jugendliche ihres eigenen Willens, ihrer eigenen Meinung zu berauben, ihrer habhaft zu werden.

Wer interessiert ist,  zu verstehen, weshalb Kindsmissbrauch in kath. Schulen oder İnternaten  a) passiert und b) bisher meistens mit dem Mantel des Schweigens zugedeckt wird, soll sich das mal durchlesen.

Die Schülerzeitung hiess „Ventil“

Beschreibung von Zustaenden in den 60-er Jahren.

Folgen intensiver katholischer Maedchenerziehung

Anna: „Meine Familie hat es gut gefunden, dass ich in so ein Format – ein Kloster-Internat- komme, da ich eine wilde Trude war. Wenn ich gebrochen wurde, dann damit, dass ich nicht ich selbst sein konnte. Es war erst gut, Ruhe, als ich keine Leidenschaften mehr hatte, keine Fähigkeit mehr, selbst für mich zu sorgen.“

Nun kann man dagegen halten und sagen:“Das war mal so, die Kirche hat sich auch geaendert“. Ja, sie hat sich aeusserlich geaendert und mit jeder Aenderung, so auch dem 2. Vatikanischen Konzil, haben sich parallel dazu Orden und Gruppen gebildet, welche genau diese „kath. Erziehung“, dieses Weltbild der kath. Kirche von um 1900 herum konservieren wollten und bis heute noch wollen.  Sie halten sich weiterhin an Vorgaben, wie oben  beschrieben, was ich in meinen naechsten Beitraegen aufzeigen möchte.

Unter diesem Aspekt muss Kindsmisshandlung und Kindsmissbrauch über den reinen seuzellen Aspekt hinaus ausgedehnt und bewertet werden. Das ist eine Thema, dem sich die kath. Kirche bis heute überhaupt nicht stellt.

So werden heute noch so genannt „kath. İnternate“ toleriert, welche genau nach diesem oben aufgeführten Schema geführt werden und ein Weltbild vermitteln, welches im İnteresse um die Schülerinnen und Schüler sehr genau hinterfragt werden müsste. Seltsamerweise tauchen diese İnstitute nicht auf der Liste kath. İnternate in Deutschland oder der Schweiz auf. Es gilt also auch da zu differenzieren, was ich sehr wichtig finde.

Weder kath. Kirche noch Schulaufsichtsbehörden scheinen etwas dagegen einzuwenden zu haben, dass im İnternatsbereich solcher Traditonsinstitute Tagesgestaltung und Thematisierung weiterhin genau nach den oben beschriebenen Grundsaetzen verlaufen. Begründet  wird dies mit der Bewahrung des  „wahren kath. Glaubens“…

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Ein Kommentar zu “„Kath. Erziehung“: Nicht leicht zu verstehen (1)

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