Kath. Kirche: Ein Staat im Staate?

İch finde es spannend, dass sich nun  Diskussion und  Augenmerk der Medien je laenger je mehr auf die Kirche als İnstitution und ihr Verhalten im Umgang mit heiklen oder gesetzeswidrigem Verhalten ihres „Bodenpersonals“ richten.

Dazu erscheint heute in spiegel-online ein bemerkenswerter und sehr informativer  Beitrag.  Einen kurzen Abschnitt möchte ich direkt zitieren:

„Es darf nicht länger sein, dass die Kirche ein Sonderrecht beansprucht, wie es sonst niemand in der Gesellschaft hat, nämlich beim Verdacht auf eine Straftat zunächst einmal lediglich eine interne Klärung zu verfolgen – jenseits von Polizei und Justiz“, so Mosen. Die seit 2002 gültigen Leitlinien der Bischofskonferenz begünstigen ihrer Ansicht nach noch immer die Tradition des Vertuschens und helfen den Tätern, nicht den Opfern.

Es ist aber bis heute so, wie auch der neueste Fall aus dem Aloisius-Kolleg eindeutig belegt.  Somit stellt sich die Frage, wer denn die Kirche (und wer wird das konkret sein, Bischöfe, Bischoskonferenz, Papst) wegen dieser Gesetzeswidrigkeit endlich zur Verantwortung zieht.

Es ist nicht anzunehmen, dass dieses Verschweigen und Vertuschen mit dem Recht auf Religionsfreiheit etc. (also auch der 2001-Verordnung des Papstes, wonach über innerkirchliche Vorgaenge gegen aussen nicht gesprochen werde, zu schweigen sei!!!!!) begründet werden kann.

Also, wo gibt es in Europa den ersten Musterprozess gegen die Kirche wegen Vertuschung und Verheimlichung von anzeigepflichtigen Straftaten?

So lange diesbezüglich keine Klarheit und damit meine ich Rechtsverebindlichkeit besteht, wird sich innerkirchlich nichts aendern.

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