Dresden: Ein Gedanke hintennach

Die Zeitungen überschlagen sich: „Stadt setzt ein Zeichen“. „Ein Bollwerk gegen die Ewiggestrigen“. usw. usw.

Ja eine Bürgerinitiative hat sich gegen diesen jaehrlichen Rechtsaufmarshc in Dresden stark gemacht. Erfolgreich.  DAS ist erwaehnenswert. Ob damit die Stimmung entspannter, die Verhaeltnisse klarer werden, bleibe dahingestellt.

Meine Frage ist eine andere: Wie lange kann eigentlich dieses rechte Gesocks unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit weiterhin derartige Grossveranstaltungen organisieren und für ihre Zwecke missbrauchen? Denn das Ziel dieses Dresden Aufmarsches ist seit Jahren klar. Es soll der Begriff Genozid an Deutschen implementiert werden..  Also keine Gedenk- sondern eine Agitationsveranstaltung auf Kosten der Opfer, welche den höchsten aller Preise für den irren Führer des 1000-jaehrigen Reiches bezahlen mussten.

Wieder einmal , so scheint es, ist es nicht der Staat, welcher die Bürger schützt, sondern sind es die Bürger, welche den Staat schützen.

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3 Kommentare zu “Dresden: Ein Gedanke hintennach

  1. „Wie lange kann eigentlich dieses rechte Gesocks unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit weiterhin derartige Grossveranstaltungen organisieren und für ihre Zwecke missbrauchen?”
    Na solange wir in sowas wie einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat leben.

    „Genozid an Deutschen“ ist vielleicht nicht so passend wie Bombenholocaust. Die militärisch sinnlose Bombardierung Dresdens war ein Verbrechen, ein Kriegsverbrechen. Darum geht es.

    Aha, ein Trauermarsch geht also auf Kosten der Opfer. „Bomber-Harris, do it again!” und Feiern auf der Straße ist aber in Ordnung? Versuche, die Opferzahlen ins Unbedeutende kleinzurechnen, das Leid der Zivilbevölkerung zu relativieren, die Opfer pauschal als schuldig darzustellen oder sie gleich zu Tätern zu machen, getreu dem Motto: „Deutsche Täter sind keine Opfer“, Deutsche Opfer zu Opfern zweiter Klasse machen usw. – genau gegen diese Bestrebungen setzt der Gedenkmarsch ein Zeichen. Außerdem beugt er dem Vergessen vor und bringt das Thema Dresden wieder auf die Tagesordnung – sonst würde sich doch kaum noch jemand für dieses Datum interessieren.
    Eine Politisierung des Gedenkmrsches ist übrigens von Seiten der Veranstalter zu jeder Zeit unerwünscht gewesen, die Veranstalter haben z. B. Parteifahnen verboten und es waren nur themenbezogene Transparente erwünscht.
    Interessanterweise nutzt aber gerade die Gegenseite das Ereignis für ihre Agitation, nämlich für ihren „Kampf gegen Rechts”.

    Naja, es ist schon schade, dass sich in dieser sogenannten Demokratie Leute finden, die einfach nicht in der Lage sind, andere Meinungen zu tolerieren.

    • Zuerst muss ich mich entschuldigen fr die verspetete Freischaltung. İhr Kommentar ist naemlich als Spam rausgefiltert worden. İch möchte İhnen trotzdem antworten:

      Was mich stört an Meinungen wie den İhrigen ist die Tatsache, dass sie es schaffen, einen einzelnen Vorgang ins Zentrum zu rücken und alle andern Faktoren, welche massgeblich auch zu diesem Vorfall geführt haben, ausblenden.

      Das betrifft jetzt nicht einfach Sie, sondern die Bombenholocaust-Bewegung. Wer sich einer Gedenkminute zur Befreiung Birkenaus fernhaelt, den Raum demonstrativ verlaesst und andererseits jaehrlich um Dresden diese Massenveranstaltung aufzuziehen versucht, ist auf einem Auge blind und unglaubwürdig.

      • Vielen Dank für die Antwort und natürlich für die Freischaltung.
        Sicherlich rücken wir den „Vorgang” ins Zentrum, doch wenn unsere Gegner dann darzustellen versuchen, wie es nach ihrem Dafürhalten „dazu kam”, dann muss ich ihnen Relativierung vorwerfen. Man stelle sich nur einmal vor, jemand würde versuchen, etwa bei der bakannten Judenverfolgung „alle andern Faktoren, welche massgeblich auch zu diesem Vorfall geführt haben”, EINzublenden. Das ginge ja gar nicht – man würde im Knast landen, wie ein Horst Mahler. Im umgekehrten Falle ist die Relativierung aber – politisch korrekt – sogar erwünscht. Ich finde das mehr als merkwürdig.

        Wenn Sie jetzt noch Ihren allerletzten Satz unter umgekehrtem Vorzeichen lesen, dann können Sie erkennen, dass mit der offiziellen deutschen Gedenkkultur irgendwas nicht stimmt, denn die macht es ja genau andersrum: sie gedenkt fremder Opfer und verleugnet die Eigenen.

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