Priesterbruderschaft Pius X: Wo Gottes Stellvertreter unterrichten

FAZ.net nimmt sich der Schulen der Priesterbruderschaft an. Mit Recht. Unter anderem das „Sankt-Theresien-Gymnasium“ in Schönenberg.  Was da als Gymnasium angeboten wird,  ist eine so genannte Ersatzschule.

Aus der der faz. vom 12.02.2010:

Auf das St.-Theresien-Gymnasium ist das nordrhein-westfälische Schulministerium erst in den vergangenen Wochen aufmerksam geworden. Man habe sich die Schule nun „genau angeschaut“, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Es seien jedoch keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Er verweist zudem auf das Schulgesetz des Landes, das sogenannte Ersatzschulen, die das St.-Theresien-Gymnasium ist, berechtigt, sich eine „besondere pädagogische, religiöse oder weltanschauliche Prägung“ zu geben und „den öffentlichen Schulen gleichwertige“ Lehr- und Erziehungsmethoden zu entwickeln.

Das St.-Theresien-Gymnasium bezeichnet die Enzyklika über die Erziehung von Papst Pius XI. aus dem Jahr 1929, „Divini illius magistri“, als „maßgeblichen Leitfaden“ für seine Erziehung. Demnach ist das Wissen um die Erbsünde, um die Abhängigkeit von Gott und die Notwendigkeit der Erziehung das erste Prinzip der Schule. Das zweite Prinzip ist die „Achtung der Autorität“. „Wir sind – wie die Eltern – Stellvertreter Gottes und von den Schülerinnen als solche zu achten“.

Korrekt, was hier beschrieben wird und ebenso korrekt ist es, dass das Schulministerium die Schule zu überprüfen hat.  Wenn man jedoch von geistiger Unterweisung, Beeinflussung etc. spricht, dann findet das wohl eher im İnternatsbereich statt und diesen mal etwas kritischer zu durchleuchten waere schon laengst ein Gebot der Stunde.

Tagesablauf Schönenberg

Denn hier stellt sich die Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche fremdbestimmt werden und zwar auf eine Art und Weise, welche das Kinder- und Jugendrecht aushebelt.

Dann soll mal jemand diesen Tagesablauf aus Schönenberg anonymisiert einem Kinder- und Jugendpsychiater oder -psychologen vorlegen. Das Fazit wird sein: Sektenaehnliche Gehirnwaesche-Strukturen durch straffen Tagesablauf mit ganz wenig Freiraum und sich taeglich wiederholenden sektentypischen Ritualen.. Hier wird „„Divini illius magistri““ implantiert.

So: Wer vom Staate ist für die Beurteilung des Internatsbetriebes zustaendig?

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