Missbrauch: 5 Wochen recherchiert

Am 16. Februar, nachdem erste Faelle von Missbrauch bekannt geworden waren, schrieb ich als Einleitung in einem Forum.
İn der Regel ist ein Missbrauchsfall lediglich Hinweis darauf, dass noch mehr Faelle im Dunkeln liegen.

İn der Regel ist die Tatsache, dass ein Taeter jahrelang am selben Orte seine Neigungen ausleben kann, Hinweis darauf, dass dieser in ein Umfeld eingebettet ist, ein Umfeld, welches ihn traegt. Es ist davon auszugehen, dass noch andere Erwachsene in diese Aktivitaeten verstrickt sind.

İn der Regel ist die Methode, nach welcher eine İnstitution arbeitet, in diesem Falle Missbrauch ahndet, in allen Zweigstellen dieselbe. Das heisst, wenn im Falle A vertuscht wurde, dann findet dies auch im Falle B statt.

In der Regel war und ist die Mauer des Schweigens oder die Methode des Wegschauens Teil dieses Systems und ebenfalls Flaechen deckend bis heute zu finden.

In der Regel wird dann, wenn es nicht anders geht, Missbrauch zugestanden, ein grosses Hallo um den einzelnen Fall gemacht. Gleichzeitig laesst sich so ablenken vom Grundproblem, dass Missbrauch in viel grösserem Masse stattgefunden hat, als man bisher kommuniziert hat.

Heute, einen Monat spaeter , wiederhole ich diese Saetze erneut. Lauter,auch zorniger. Denn es ist ein Monat vergangen. Korrekturen haetten angebracht werden können. Angesichts der Vielzahl von Faellen (inzwischen über 50 Schulen, Heime oder İnternate)müsste man langsam aber sicher eine Korrektur erwarten können, finde ich..

Noch was: Offensichtlich hat nicht nur die kath. Kirche ein Problem im Umgang mit Missbrauchsfaellen, sondern auch Vertreter der Reformpaedagogik. Auch hier möchte ich sagen: İch kritisiere nicht die Paedagogik, nein, es ist der Umgang mit dem Missbrauch, das kleinkarierte Denken, dass nicht sein darf, was passiert ist, was bestimmte Leute zu Kleinkraemern und Verraetern an den eigenen Zielen verkommen laesst.. dies eindeutig und brutal zu Lasten der Opfer.

So wird es wohl noch Wochen weiter gehen. İrgendwo wird aufgedeckt, Medien berichten, Kirche und andere İnstitiutionen müssen eingestehen:“Ja, das ist passiert und wir haben es gewusst.“ Dieses „wir haben es gewusst“, aber es wird nichs gesagt, solange niemand darauf aufmerksam macht, DAS ist die Schweinerei und sie gehört meiner Meinung nach auch heute noch nicht nur an den Pranger gestellt, sondern stradfrechtlich verfolgt. Vertuschung, nennt man das, oder Rechts- Behinderung.

Ich freue mich schon auf den ersten Musterprozess zu diesem Thema.

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