Türkische Forderungen in Deutschland

Ein Vorschlag des türkischen Ministerpraesidenten sorgt in Deutschland seit Tagen für Aufruhr und grosse Medienpraesenz. Diese dürfte letztlich gewollt sein, will doch der Praesident die Türken im Ausland hinter sich und seine anstehende Parlamentsreform bringen. Dazu faehrt er eine extrem nationale Welle.

Staatsbürgerschaft:

Türken sollen im Ausland die jeweilige Staatsbürgerschaft beantragen, um dann politisch wirksamer türkische İnteressen vertreten zu können.  Man muss sich das konkret vorstellen: Unterwanderung mit klarer politischer Absicht.. Von İntegration keine Spur, sachon İnquisition. Dass künftig Einbürgerungswillige sich auch unter diesem Aspekt prüfen lassen und mit einer Ablehnung ihres Antrages rechnen müssen, scheint der Ministerpraesident in Kauf zu nehmen. Über die Haltung, welche hinter einer solchen Gesinnung stecxkti muss auch nicht mehr weiter diskutiert werden. Hier ist eine diplomatische Watschen angesagt.

Türkische Gymnasien:

Anstatt nun des langen un breiten Risiken und Befürchtungenin Sachen türkischsprachiger Gymnasien in Deutschland auszubreiten, sollte man Erdoğans Argument für solche Einrichtungen zerpflücken, denn auch hier offenbart sich eine mehr als seltsame Einstellung:

„In der Türkei haben wir deutsche Gymnasien. Warum sollte es keine türkischen Gymnasien in Deutschland geben?“

„Hier hat Deutschland noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt. Man muss zunächst die eigene Sprache beherrschen, also Türkisch, und das ist leider selten der Fall“, Quelle

Soweit Erdoğan. Wieviele deutsch sprachige und vom Staate geführte Gymnasien gibt es denn in der Türkei? Genau  eines in İstanbul. Der Rest sind private Schulen, welche einerseits in der Türkei lebenden Diplomaten und Geschaeftsleuten dienen, ihre Kinder dort zu schulen und türkischen Eltern aus der Oberschicht ermöglichen, ihre Kinder auf eine Eliteschule mit Aussicht auf Auslandstudium zu schicken. „An diesen Schulen gilt du sprichst deutsch (oder englisch oder französisch) oder du lernst es innerhalb eines Jahres.“  Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Schulen und der Forderung  Erdoğans, da die Grundvoraussetzungen völlig unterschiedlich sind.

Auf die „eigene Sprache“ muss eingegangen werden. İm Laufe der letzten zehn Jahre hat Zuwanderung aus der Türkei nach Deutschland abgenommen. Der grosse Teil der türkischen Gemeinde wohnt in zweiter und dritter Generation in Deutschland. Mit Fug und Recht kann also davon ausgegangen werden, dass mit „eigener Sprache“ deutsch gemeint sein muss und es nicht Aufgabe des Staates sein kann, einer türkischen Parallelgesellschaft  Schulen zwecks Erhaltung der Muttersprache ihrer Grosseltern zur Verfügung zu stellen. Auf nicht mehr und nicht weniger laeuft naemlich die Forderung Erdoğans in diesem Punkte hinaus. Wer sich nun mit einem halbherzigen „ist nicht Sache des Staates“  herausreden will, sagt genau das, was Erdoğan hören will. Sofort werden Antraege auf türkischsprachige Gymnasien mit privater Traegerschaft reinflattern, finanziert aus der Türkei. Das ist die logische diplomatische Fortsetzung des Themas „Staatsbürgerschaft annehmen, um türkische İnteressen wahrzunehmen“.

Also: „Eigene Sprache“ in Deutschland Geborener ist Deutsch und somit sind derartige Gymnasien kein Thema, auch nicht für Türken. Das ist die einzige Antwoort, welche zu geben ist.

Dies unmissverstaendlich rüberzubringen, daran geknüpft die klare Rüge, dass sich hier erneut eine grobe und unzulaessige Einmischung in innerpolitische Fragen Deutschlands wiederhole und man sich langsam sorgen um das Demokratieverstaendnis der Türkei und ihres Praesidenten in Sachen EU mache, waere eine klare Aufgabe Frau Merkels bei ihrem Besuche. Diese Rüge darf ruhig öffentlich stattfinden, denn auch Erdoğan meldet sich ausschliesslich über die Medien zu solchen Themen.

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