Ansatz für Multikulti gescheitert-absolut gescheitert. (2)

Die gesamte İntegrationsdebatte zielt ja in der Argumentation der Öffentlichkeit und der Politiker vor allem auf Türken, gleichzeitig auf den andern Glauben. Der İslam erschwert  scheinbar İntegration zusaetzlich.

Damit ist das Problem jedoch keineswegs geklaert, wie ein Blick auf die erste grosse Einwanderergruppe in Deutschland, die İtaliener zeigt:

Dietrich Thränhardt, Migrationsforscher an der Universität Münster, spricht von den „vergessenen Problemkindern“. Der Politikwissenschaftler hat Bildungsabschlüsse, Arbeitslosigkeit und Einkommen bei Zuwanderern verglichen – die Italiener schnitten überraschend schlecht ab. Während etwa die Gastarbeiter aus Griechenland und Spanien überall Elternvereine gründeten, um für eine gute schulische und berufliche Ausbildung ihres Nachwuchses zu kämpfen, entpuppten sich die meist aus Sizilien und Kalabrien stammenden Italiener laut Thränhardt als „ziemlich bildungsresistent“.

Für die meisten Kinder reicht es nur zur Hauptschule, lediglich 6,5 Prozent besuchen das Gymnasium. Bei den Spaniern ist die Zahl der Gymnasiasten fast dreimal so hoch wie die der Sonderschüler, bei den Italienern gehen deutlich mehr Kinder zur Sonderschule als aufs Gymnasium.

Zwei Ursachen sieht Thränhardt, 66, für das Phänomen. Erstens: die Heimatverbundenheit der Italiener. Immer heiße es, man werde alsbald zurückgehen. Alle Ferien führen in die Heimat, mehr als andere Ausländer laufen Italiener in Deutschland wie „Pendelmigranten“ zwischen den Welten hin und her – und kommen nirgends richtig an. Thränhardt: „Die leben in einem doppelten Provisorium.“

Quelle und noch viel mehr

Eine weitere Quelle: Kinder sind die Verlierer

Es laesst sich also zweifelsfrei sagen: Die mit über 500 000 Zuwanderern zweitgrösste und lange vor den Türken in Deutschland ansaessige  Gruppe scheint bezüglich schulischer İntegration noch grössere Probleme zu haben als die Türken.  Das kann also nichts mit Reigion zu tun haben. Wie waere es mit vergleichbaren Lebensstrukturen zwischen Anatolien und Sizilien??

Das waere doch schön, könnte man das alles so einfach erklaeren. Leider streuen die Spanier Sand in dieses auf die Schnelle gebastelte Getriebe . Sehr hoher Schulerfolg..

Die Erklaerung dafür liefert das Goethe İnstitut

Selbsthilfe scheint das Zauberwort zu sein. Frühzeitig Position beziehen. Netzwerke bilden und seien diese spanisch. Das Ziel ist aber nicht Separatismus, sondern optimale Chancenwahrnehmung.

Noch ein Beispiel, was darunter verstanden werden könnte? Nein, einfach eine Tabelle. Sie erklaert Vieles, relativiert Einiges. Schade, dass da nicht auch İnder und Chinesen aufgeführt werden.

Natürlich, nicht nur über Schule soll gesprochen werden. Auch über Soziale İntegration, über kulturelle Anpassung usw usw.

Wie war das doch? Wer einen Job hat, materiell gesichert lebt, braucht sich nicht auf imaginaere İnseln aus der Vergangenheit zurückzuziehen. Der steht im Leben und liegt nicht unter dem Trümmerhaufen der eingestürzten Lebenstraeume.

Deswegen sind Schule, Bildung, Sprachkompetenz   der Passepartout für den Zutritt in eine neue Gesellschaft. Nicht die Leitkultur und auch nicht das in diesem Zusammenhang völlig Sinn entfremdete Multikulti. Leistung und Sprachkompetenz sind gefragt.

Vielleicht war man sich dieses ganzen Themenkomplexes in den 60-er Jahren nicht bewusst. Seit 1980 liegen aber Studien und eindeutige Trends für jedermann sichtbar auf dem Tisch.  Darauf nicht reagiert zu haben ist ein politisches Versagen. Schuldzuweisungen an den politischen Gegner oder die Probleme verursachenden Einwanderergruppen  sind billig und in der Sache kontraproduktiv.

Wo bleiben da Leitkultur, Monokultur, Multikulti, Gespraechskultur, Streitkultur und zuletzt:

Wo bleibt da der Respekt vor sich selbst und dem Gegenüber? Auch das ist Kultur. Ein Anfang zumindest…



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