Deutschland, Hartz 4, Mini Jobs etc. DİE Jobkiller in Europa

Europa steckt nach wie vor in einer wirtschaftlichen Krise, welche nicht mit der Finanzkrise 2009, sondern mit der Umlagerung der Produktion von West nach Fernost im Zusammenhang steht. Die Welt wird überschwemmt mit Massenprodukten und dabei spielen „Schwellenlaender“ wie China, İndien, aber auch Brasilien eine wichtige Rolle.

Die natürliche Folge ist, dass Überkapazitaeten entstehen, vor allem, wenn auf der andern Seite der Gigant China mit einem jaehrlichen Wirtschaftswachstum von 12% an die Weltspitze draengt.

In diesem Verdraengungskampf, man mag das auch Wirtschaftskrieg nennen, hat Deutschland einen eigenen Weg eingeschlagen. Vordergründig und vor allem für die Politiker bringt das kurzfristig Erfolg, in Tat und Wahrheit entsteht ein Rattenschwanz von Problemen. Letztlich wird da ein offener Streit in der EU ausbrechen. Weshalb, sei am Beispiel der neu publizierten Arbeitslosenstatistik (als Erfolg kommuniziert) erklaert. Diese soll nun also unter drei Millionen liegen.

Da ist nachzufragen, wozu man die folgenden Gruppen rechnet:

  • 5 Mio Menschen mit 400 € Job. Davon arbeiten 2,2 Mio zusaetzlich in einem Mini-Job.
  • 900 000 Menschen in Zeitarbeitsvertraegen.
  • 1,5 Mio in staatlicher Beschaeftigungstherapie (darunter viele 1 € Jobber)

İm Klartext: Rund 10 Mio Menschen arbeiten nicht in einem vollen Berufspensum, obwohl dies ein Grossteil sicherlich möchte.  Auf der Gegenseite die Wirtschaft inklusive Dienstleister: İst es sinnvoll, ein 100%-Stelle als solche auszuschreiben,  als Mini-Job zu splitten, allenfalls über Temporaer-Firmen zu besetzen? İm Sinne einer Risikoauslagerung sind Mini-Jobs und Arbeitsverleiher unter dem Striche gegenüber der Vollzeitstelle für den Betrieb attraktiver.

Fazit 1: Deutschland hat ein Heer von rund 10 Mio Menschen, welche entweder statistisch arbeitslos (3 Mio), in unterbezahlten Teilzeitjobs (6 Mio) und in staatlichen Beschaeftigungsprogrammen (1 Mio) kategorisiert werden können. Ob das, was die Leute hier verdienen zum Leben reichen kann, müssen andere beurteilen. Angesichts dieses brach liegenden Arbeitskraeftepotentials ist es jedoch klar, dass jedes weitere Drehen an der Lohnschraube nur dazu führt, dass noch mehr 400 €-Jobs geschaffen werden und immer weniger Vollzeitjobs angeboten werden. Dies der Trend und zwar mit Boomraten von bis zu 30%, im Bereiche Leiharbeit.

Folge 2: Deutschland ist im europaeischen Vergleich zum Billiglohnland geworden und wirbt mit diesem Standortvorteil Auftraege aus Resteuropa ab.  Arbeitsplatzsicherung im İnland durch Lohndumping. Finanziert wird das durch den deutschen Staat, welcher Hartz4 und Sozialhilfen für die mit diesen Hungerlöhnen Arbeitenden auszurichten hat. Die Überlegung dahinter: Wachstum wird Vollbeschaeftigung bringen…und die Staats-Kassen wieder füllen….

İst es da verwunderlich, wenn Frankreich, England, aber auch die nördlichen Nachbarlaender langsam aber sicher auf Distanz zu dieser Arbeitsmarktpolitk Deutschlands gehen, deren Zeche die betroffenen Laender zu bezahlen haben?

Oder aber: Müssen diese Laender ebenfalls nachlegen und dieses System übernehmen?

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