Rolls Royce Triebwerk: Es darf nicht sein, was sein muss

Ausser Rauch augenscheinlich nichts Weiteres passiert...

Mit normalem Menschenverstand laesst sich die Entwicklung um die Rolls Royce-Triebwerke des A-380, aber auch die RB-211-Motoren an den Jumbo-Jets nicht mehr erfassen.

Alleine Qantas hat bei genauen Überprüfungen in drei Triebwerken Öllecks festgestellt, „welche die normalen Toleranzen überschreiten“. Fachleute wiederum sagen, dass genau derartige Öllachen einen Triebwerksbrand verursachen können. Qantas muss  von 24 Triebwerken 4 als Ausfall bezeichnen. Ein unglaubliche Ausfallsquote in der Luftfahrt.

İm Sinne der Flugsicherheit müssten also diese Triebwerke mit einem Flugverbot belegt werden. Nun kommt die Nuance:

Lufthansa erklaert, sie haetten zwar auch Motoren von Rolls-Royce, aber nicht dieselben Modifikationen wie Qantas und deswegen keine solchen Probleme. İhre Maschinen flögen weiter. So, was ist denn mit dieser Meldung?

Eine Sprecherin der Fluggesellschaft bestätigte einen „Spiegel“-Bericht“, wonach bei einem Flug im September Ölgeruch aus einem der Triebwerke in der Bordkabine wahrgenommen worden sei. Die Piloten haetten daraufhin nacheinander die verschiedenen Zuluftventile der Triebwerke geschlossen. „Das war technisch völlig unbedenklich“, sagte die Sprecherin. Das Triebwerk sei später ausgewechselt worden. Was den Ölgeruch verursacht habe, sei noch nicht bekannt. „Es gibt noch kein Ergebnis„, erklärte sie. Quelle

Das waere also Triebwerk Nr. 5 ausser Gefecht. Nun, es geht nicht darum den A380 schlecht zu machen, sondern um das Problem, dass offenbar ein Motorentyp diesen Riesenvogel gefaehrdet und zwar akut: „Die Crew des A380 habe das der Explosion nächstgelegene Triebwerk am linken Flügel nicht abschalten können. Auch der Feuerwehr sei es zunächst nicht gelungen, das Triebwerk mit Wasser zum Stillstand zu bringen…..Bei der Rückkehr zum Flughafen in Singapur hätten jedoch einige der Querruder nicht mehr richtig funktioniert, sagten die Piloten.“ Quelle

Gibt es auf Grund der Anhaeufung von Vorfaellen in extrem kurzer Zeit und der bereits früher ergangenen Warnungen  der EASA irgendeinen Grund, diesen Motorentyp weiterhin zuzulassen? Die Warnung lautete: „Die europäische Flugsicherheitsagentur EASA hatte bereits vor drei Monaten die Rolls-Royce-Triebwerke für den Airbus A 380 kritisiert. Einige Teile im Inneren der Turbine könnten schneller abnutzen und sich dann lösen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine im August veröffentlichte „Lufttüchtigkeitsdirektive“ der EASA. Die Behörde forderte den Hersteller auf, die Trent-900-Triebwerke genau zu überprüfen. „So etwas ist aber ein ganz normaler Routinevorgang“, betonte ein EASA-Sprecher in Köln.“ Quelle

Jawohl, das war ein Routinevorgang. Heute ist jedoch die Situation eine andere. Offensichtlich tauchen da in der Praxis noch ganz andere Probleme auf und man kann sagen: Diese Triebwerke haben  gravierende und folgenschwere Maengel.

Ein Video gefaellig? Es ist ausgesprochen beruhigend, im Fluge einen qualmenden, durchlöcherten Flügel filmen zu dürfen und nachdem der Vogel endlich am Boden steht, zuschauen zu können, dass da ein anderes Triebwerk Amok laeuft und mit allen möglichen Flüssigkeiten bespritzt wird, um es endlich zum Verstummen zu bringen. Von den noch geplatzten Reifen ganz zu schweigen, auch das scheinbar ein Markenzeichen des A-380.

Auch dieses Problem konnte gelöst werden und so stand dann ein mittelschwer beschaedigter A-380 am Boden, eine Maschine, welche über hervorragende Flugeigenschaften verfügen soll, abgeschossen vom eigenen Motor.

Zusammen mit den andern, schon früher aufgezaehlten Pannen und Pleiten Marke Rolls-Royce würde jeder andere Motorentyp mit einem Flugverbot belegt. Aber hier geht es offenbar um mehr. Hier geht es um das europaeische Prestigeobjekt namens Airbus, um die Firma Rolls-Royce, um die Wirtschaft schlechthin.

Da muss nun halt Sicherheit mal etwas hintenanstehen. 

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