Rolls-Royce Triebwerke: Fortsetzung

Gestern abend tauchten Bilder einer geborstenen Zahnradscheibe der Turbine auf. Anzunehmen ist, dass es sich um das im Motor verbliebene Stück handelt… Der Rest hat sich offenbar grossflaechig verstreut.  Rolls Royce meint, bis die Untersuchungen abgeschlossen seien könnte bis zu einem Jahr vergehen. Lufthansa wiederum sagt, so lange keine konkreten Ergebnisse vorlaegen, gaebe es keinen Grund, an der Sicherheit der Triebwerke zu zweifeln. Na dann, gut Flug!

Zur Notlandung: Auch hier wird immer deutlicher, dass alle Beteiligten unwahrscheinliches Glück hatten:

„Wie brichtet, hatten heiße Turbinen-Zahnradteile des inneren Triebwerks die linke Tragfläche durchschlagen. Dass sie die Tanks im Flügel verfehlten, ist ein Wunder. Andernfalls wäre wohl der Riesenjumbo in der Luft explodiert und abgestürzt. Bei der sicheren Landung am Flughafen Changi in Singapur benötigte die A380 fast die gesamte Länge der über 3.000 m langen Landebahn. Das Video eines Passagiers zeigte dabei, dass sich nur die Hälfte der Spoiler der linken Tragfläche – das sind Luftbremsen oberhalb der so genannten Flaps, die ebenfalls zum Abbremsen dienen – gehoben hatte. Das wird als Beweis dafür angesehen, dass eines der beiden redundanten Hydrauliksysteme, die für die Steuerung des Fluges verantwortlich sind, nicht funktionierte. Also muss die Triebwerkexplosion eine der Hydraulikleitungen beschädigt haben oder das kaputte Triebwerk hat nicht mehr genügend oder gar keinen Druck mehr für die Hydraulikleitung aufbauen können. Auch das zweite äußere Triebwerk am linken Flügel soll nicht mehr auf die Steuerbefehle der Cockpitcrew reagiert haben.“ Quelle

Nun geht es aber weiter: Singapore Airlines wechselt die Motoren an drei Maschinen. Grund: Ölflecken. Kann man bisherigen Angaben trauen, handelt es sich um dieselben Motoren, welche auch Lufthansa benützt. Das heisst, dieselben Risiken und Probleme bei allen auf dem A-380 eingesetzten Triebwerken von Rolls-Royce. Aber man fliegt weiter, Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit.

Nun produziert zu allem Ungemach auch noch der Dreamliner von Boeing auf Testflug eine Notlandung. Grund: Dichte Rauchentwicklung in der Kabine, die mitfliegende 30-köpfige Testequipe wird über Notrutschen evakuiert. Klar denkt man nun ebenfalls an das eingesetzte Triebwerk…. Quelle

Gefragt ist nun die internationale Flugaufsichtsbehörde. Wird sie ein Machtwort sprechen?

Allerdings fürchte ich, dass angesichts des Konkurrenzkampfes zwischen Boeing und Airbus und der damit verbundenen wirtschaftlichen İnteressen ein solches Verdikt erst nach einem Totalverlust (oder wie drückt man das so nett aus?) kommen wird.

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