Haiti: Neben Gesundheitschaos auch noch politisches Desaster

Angesichts EU-Krise, wikileads, Nord-und Südkorea geraet die Berichterstattung über Haiti ins Hintertreffen.

Nun wurde doch nach dem Erdbeben in grossem Stile Geld gesammelt, haben Regierungen aus aller Welt medienwirksam Zusagen für Hilsfonds und -programme gemacht. Was ist daraus geworden? Die Cholera breitet sich aus und zwar Flaechen deckend. Grund? Weiterhin leben die Menschen in unsaeglichen hygienischen Verhaeltnissen  und scheint von den angestrebten Hilfsprojekten so gut wie nichts umgesetzt werden zu können. Ein Grund laesst sich an der Pressemitteilung der UNO erahnen:

„Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfen (Ocha) rief zu weiteren Spenden auf. Bislang seien nur fünf Millionen Dollar eingegangen, sagte eine Sprecherin. Der Spendenaufruf der UN vor einer Woche hatte einen Umfang von 164 Millionen Dollar.“ Quelle

Das heisst, die Staaten haben ihr Versprechen nicht eingelöst und nun werden wieder zivile Spendenorganisationen angebettelt.  Sie sollen das schaffen, was staatliche Autoritaeten nicht hinkriegen? Unwahrscheinlich.

Dazu kommt nun das politische Desaster nach den Wahlen von gestern. Offensichtlich lief dieser Wahltag mehr als chaotisch ab und wie es immer ist in Haiti, die Unterlegenen respektieren das Ergebnis nicht und rufen zu Demonstrationen auf. İdeale Voraussetzungen für die naechste anarchistische Phase auf der İnsel.

Das alles passiert auf dem Buckel einer schon immer geschundenen Zivilbevölkerung, welche sich nun zusaetzlich mit der bitteren Realitaet befassen muss, dass diese İnsel für sie ein Gefaengnis geworden ist, lebensbedrohlich in jeder Hinsicht.

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Ein Kommentar zu “Haiti: Neben Gesundheitschaos auch noch politisches Desaster

  1. http://www.ipicture.de/daten/wirtschaft_haiti.html

    Wenn man sich die Fakten des Staates Haiti anschaut, weiss man auch warum niemand Interesse hat, das Land wieder auf Vordermann zu bringen!. Wirtschaftlich für die USA oder andere führende Staaten absolut uninteressant, das bisschen Rohstoff kriegen die anderswo auch her. Einnahmequelle für die Haitianer ist hauptsächlich die Landwirtschaft und das reicht noch nicht mal für die Bürger selber!
    Was mich auch noch geärgert hat, dass sich einiger Promis fotogerecht in Szene zu setzen wussten, wohlgemerkt kurz nach dem Erdbeben……..was geblieben ist, dass habe ich mich auch schon manchmal gefragt habe. Wo sind die ganzen Gelder und Versprechungen hin?
    artemis64

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