Wikileaks: Von wegen Staatsgeheimnissen und so…

Erste Veröffentlichungen in verschiedenen Medien bringen bisher diplomatische Peinlichkeiten in Bereiche Einschaetzung und Bewertungen internationaler Partnerr ans Tageslicht. Dies wirft natürlich ein interessantes Licht auf die Diplomatie grundsaetzlich.

Da wird also offiziell auf respektvollen Umgang untereinander gepocht, waehrend innerhalb der Verwaltung Einschaetzungen und Zitate weitergereicht werden, welche genau das Gegenteil beinhalten. Im normalen Leben würde man also von Unehrlichkeit bis Verlogenheit  sprechen.

Diesmal hat es die USA erwischt und es waere toll, entsprechende Dokumente auch aus Deutschland, England oder der Türkei zu lesen zu kriegen. Ich bin mir sicher, es klingt dort genau so.

Was ist also die Enthüllung von wikileaks wert? Sehr viel. Sie beschreibt  das Klima innerhalb der Diplomatie, in welchem aussenpolitische Situationen beschrieben, ich fürchte auch bewertet werden. Es ist eine Momentaufnahme aus der Diplomatenwelt. Menschen, welche sich am Ruder eines Schiffes namens Weltpolitik waehnen, allmaechtig, vermeintliche Entscheidungstraeger. In diesem Klima wird beurteilt, vielleicht auch entschieden und zwar nicht international weitsichtig, sondern national denkend, feindbildorientiert.

Wenn die Situation jedoch für die Regierung unangenehm, gar bedrohlich wird, beschwört man übergeordnete internationale İnteressen, droht mit Gefaehrdung der nationalen Sicherheit, meint aber nur die eigene Reputation.

Zum Beispiel im Zusammenhang mit wikileaks. Angesichts der bisher veröffentlichten  Dokumente ist obige Argumentation eine Lachnummer und als solche bereits wieder eine eigene Story wert. Wenn wegen bekannt werdender Diplomatenpannen die Nationale Sicherheit gefaehrdet sein soll, dann steht es schlecht um die Nation.

Wikileaks hat etwas hinter diesen Vorhang gekuckt und was zum Vorschein kam, unterscheidet sich nicht von irgendeinem Stammtisch eines kleinen Dorfrestaurants. Es menschelt und zwar gewaltig.

Vielleicht fragen sich viele betroffene Diplomaten weltweit, ob der bisherige Ton, den sie in ihrer Berichterstattung bisher verwendeten, tatsaechlich statthaft ist, oder eben Verachtung, vielleicht sogar offene Beleidigung wird, wenn man das dem Gegenüber so ins Gesicht sagen würde müsste, oder diese Partner das irgendwann zu lesen kriegen würden…

Undiplomatisch eben….

 

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