Qantas: Die Lex A 380

Nun liegt also der Untersuchungsbericht der australischen Flugbehörde vor.  Ein Auszug:

Es habe so viele Warnmeldungen der Computer gegeben, dass selbst das elektronische System sie nicht mehr habe bewältigen können, heißt es in dem Bericht der Australier. Dann wagten die Piloten eine Landung, obwohl die Maschine immer noch 50 Tonnen schwerer war als das zulässige Landegewicht. Den Berechnungen zufolge wäre der Airbus damit 100 Meter hinter dem Ende der Landebahn zum Stehen gekommen.

Letztlich schafften es die Qantas-Piloten, eine Großraummaschine mit Übergewicht, einem brennenden Triebwerk, Löchern im Flügel, zerstörten elektronischen Systemen und einem Leck in den Treibstoffsystemen sicher zu landen. Dabei schaltete sich auch noch der Autopilot des A380 aus. Kurz vor der Landung war der Kapitän deshalb gezwungen, die Maschine eigenhändig zu steuern. Die fünf Mitglieder der Cockpit-Besatzung von QF 32 kommen zusammen auf mehr als 60 000 Flugstunden.

Soweit der Bericht. Ein weiteres Detail: Das Aussentriebwerk, welches sich nicht mehr steuern liess, konnte also bei der Landung wohl auch nicht auf die nötige Schubumkehr geschaltet werden. An der rechten Tragflaeche  bremsten also zwei Triebwerke, an der linken gar nichts. Neben allen bekannten Problemen kam dies mit Sicherheit als grosser zusaetzlicher Risikofaktor dazu. Eine enorme Leistung der Pilotencrew.

Wie hiess es doch noch am 4.11.2010? „Ein Triebwerksbrand hat eine Passagiermaschine vom Typ A380 am Donnerstagmorgen zur Notlandung in Singapur gezwungen. Die 459 Menschen an Bord kamen unverletzt davon, wie die australische Fluggesellschaft Qantas mitteilte. Die Ursache des Triebwerksschadens blieb zunächst unklar. Augenzeugen am Boden und Passagiere berichteten von einer Explosion, die Airline wies dies aber zurück“.

Und nun eine Stellungnahme von Rolls Royce: Finanzchef Andrew Shilston erklärte auf einer Investorenkonferenz in New York, sein Unternehmen werde bis Ende kommenden Jahres alle seine Triebwerke an A380-Maschinen untersuchen und gegebenenfalls reparieren: „In einem Jahr werden alle notwendigen Komponenten am Platz sein.“ Es müsse nur eine kleine Komponente ausgetauscht werden, sagte er, ohne weitere Details zu nennen. Quelle

Und so lange machen wir weiter, gell? Kontrollieren etwas aufmerksamer, aber es waere ja gelacht, wenn sich derselbe Vorfall nochmals wiederholen würde…. Ja, das ist sie, die Lex Airbus 380.

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