Japan-Ticker 14.3.2011

20.45 Tepco pumpt wieder Meerwasser in Reaktor 2
Der Betreiber des beschädigten AKW Fukushima 1 unternimmt einen neuen Anlauf, Meerwasser in den Unglücksreaktor 2 zu pumpen. Tepco will damit eine komplette Kernschmelze verhindern.

19:48: Radioaktivitaet steigt massiv an! Die Strahlung am AKW Fukushima steigt deutlich an und beträgt am Haupttor des Kraftwerks mittlerweile 3100 Mikrosievert. Sie steigt damit auf das Doppelte des zuvor gemessenen Maximums. Bei einer Röntgenaufnahme des Oberkörpers sind es rund 80 Mikrosievert. Luftaufnahmen zeigen, dass aus Block 3 radioaktiver Dampf entweicht. Block 3 ist der Plutonium-Reaktor. wirtschaftsblatt

19:44: Fukushima 2 !!!! Die Behörden haben bis Montagabend den Notfall für sechs Reaktoren des Kraftwerkes Fukushima ausgerufen, drei Reaktoren in Fukushima 1 und drei Reaktoren in Fukushima 2. (faz.net)

17:30: „Ja, Sie sind verstrahlt“, Bericht aus die Presse. Die zusaetzlichen Leiden der Zivilbevölkerung.

17:15: Die Atomkatastrophe in Japan hat sich dramatisch zugespitzt. In der Unglücksanlage Fukushima Eins stieg die radioaktive Strahlung. Das gab der Kraftwerksbetreiber bekannt. Grund könnte der Beginn einer Kernschmelze sein. Die drohe dort in drei Reaktoren, erklärte die Regierung in Tokio. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, die Brennstäbe im Reaktorblock 2 seien zeitweise ohne jedes Kühlwasser gewesen. Weitere Beschäftigte seien radioaktiv verstrahlt worden.

16:20: Der Betreiber des AKW Fukushima Eins, Tepco, gibt bekannt, dass bei der Explosion am Montag sieben Arbeiter verletzt worden sind. Fünf von ihnen seien verstrahlt worden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

16:13 :Die Teams von Ärzte ohne Grenzen haben bei ihrer Erkundung in Gegenden, die bisher nicht auf dem Landweg erreicht werden konnten, einen hohen Bedarf an Hilfe bei Erdbebenopfern fest gestellt. Immer mehr Gebiete im Nordosten Japans, die am vergangenen Freitag durch das Erdbeben und die darauf folgenden Tsunamis verwüstet wurden, werden langsam wieder zugänglich.

15:50: Die US-Marine erklärte , Strahlung sei auch bei 17 Mitgliedern von Helikopterbesatzungen nach ihrer Rückkehr von Hilfseinsätzen nahe der schwer getroffenen Stadt Sendai festgestellt worden.

15:10: Die Not der Menschen

Millionen Menschen in Japan kämpfen weiter mit den schweren Folgen des Erdbebens und anschließenden Tsunamis: Nach Angaben der Vereinten Nationen haben mindestens 1,4 Millionen Menschen kein Trinkwasser, zudem werden Lebensmittel und Benzin knapp. Rettungshelfer bargen im Katastrophengebiet rund 2000 weitere Leichen. Die Kinderrechtsorganisation Save the Children fürchtet, dass durch das Erdbeben und den Tsunami in Japan mindestens 70.000 Kinder obdachlos geworden sind. Freie Presse

14.20 Kernschmelze droht in drei Reaktoren

Gemäss Yukio Edabo drohe die Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima. Der Regierungssprecher sagte gegenüber der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, dass im zweiten Reaktor ein Teil des radioaktiven Kerns bereits geschmolzen sei.

13.25 Uhr: Eine teilweise Kernschmelze hat möglicherweise im Reaktor 2 des japanischen Kernkraftwerkes Fukushima stattgefunden. Dies teilte dieBetreiberfirma Tepco nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo am Montagabend (Ortszeit) mit. Ein erster Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, war vor einigen Stunden fehlgeschlagen. Ein weiterer Versuch läuft.

12:56Techniker füllen Meerwasser in Fukushima-Reaktor

Techniker im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Eins haben einen neuen Versuch zur Kühlung des Reaktorblocks 2 unternommen und bereits 30 Zentimeter Meerwasser eingeleitet. Die Brennstäbe in Reaktor 2 lagen zuvor nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo komplett trocken.

30 Zentimeter!! Das heisst, die Brennstaebe liegen weiterhin frei…

 

12.03 Uhr: Der Nachrichtenagentur Jiji zufolge liegen die Brennstäbe in Reaktor 2 nun vollständig frei. In den Stunden zuvor war versucht worden, die schwindende Kühlflüssigkeit mit Meerwasser aufzufüllen.

11:55: Der japanische Stromversorger und AKW-Betreiber Tepco beginnt mit regionalen Stromabschaltungen. Teile des Großraum Tokios sind in Dunkelheit gehüllt. Tepco befürchtet Versorgungsengpässe von bis zu 10 Millionen Kilowatt an Werktagen.

11.20: Radioaktivitaet: Wenn es zutrifft:

– dass Experten in der Provinz Miyagi   eine 400 Mal über dem Normalzustand ligende Radioaktivitaet gemessen haben…

– dass mehrere Crewmitglieder des US-Flugzeugtraegers Ronald Reagan (150 Kilometer vor dem Katastrophengebiet) binnen einer Stunde eine Monatsdosis Strahlung abbekommen haben und die US-Truppe deswegen aus dem Gebiete um Fukushima grossraeumig abgezogen werden

..dann ist schon zu fragen, woher diese Radioaktivitaet denn kommt. Die Verantwortlichen von Fukushima behaupten ja dauernd, es sei nur geringfügig Radioaktivitaet ausgetreten und für die Menschen bestehe keine Gefahr.

10.36 Der BBC-Korrespondent in der westlich von Tokyo gelegenen Stadt Odawara beobachtet eine “stille Panik”.“ Die Tankstellen sind ausverkauft; es gibt lange Autoschlangen vor den ein oder zweien, die noch Benzin haben.” Fast alle Geschäfte hätten geschlossen; die wenigen, die noch geöffnet seien, hätten keine Grundnahrungsmittel und kein Wasser. newsblogzeit

10.31: Japanische Notenbank pumpt 350 Mia € als Soforthilfe auf den Markt…

10:27: Wegen des schweren Erdbebens in Japan und seiner Folgen hat die Internationale Eislauf-Union (ISU) die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio vom 21. bis 27. März verschoben.

10:20: Die Humanitaere Katastrophe: Es zeichnen sich überall massive Versorgungsengpaesse ab, zumal viele Katastrophengebiete noch gar nicht auf dem Landwege erreicht werden können. Zugleich steigt mit jedem Tag das Risiko von Epidemien durch verwesende Tiere und Leichen. Als ein Hauptproblem zeichnet sich die Versorgung mit genügend sauberem Wasser ab.

10:15: Seit diesem Montag muss die Regierung zusätzlich in einigen Orten, die bisher verschont geblieben waren, den Strom abschalten, um unter anderem die Kühlung von Atomkraftwerken, wo sie noch funktioniert, sicherstellen zu können.

10.10: Auch Wiederaufbereitungsanlage an Notstrom Im Erdbebengebiet im Nordosten von Japan wird auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho mit Notstrom gekühlt. Nach Aussage des international tätigen Atomexperten Mycle Schneider lägen dort rund 3000 Tonnen hoch radioaktiver abgebrannter Brennstoff.

10:02 Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji sind die Reaktoren Eins und Zwei des Atomkraftwerkes Fukushima II erfolgreich abgekühlt worden. Ebenfalls soll die Kühlung mit Meerwasser bei Reaktor 2 in Fukushima I erfolgreich verlaufen.

10:00: Viele Unternehmen in Japan mussten wegen der Zerstörungen die Produktion in wichtigen Fabriken einstellen. So blieben alle Toyota-Werke in Japan am Montag geschlossen. Die Aktie gab um 7,9 Prozent nach. Honda-Papiere lagen ebenfalls mit 7,9 Prozent im Minus. Sony-Aktien gaben um 9,3Prozent nach.

Plutonium in Reaktor 3, was heisst das?

Die Radiotoxizität von Plutonium ist allerdings enorm: Schon die Einnahme einer Menge im zweistelligen Milligramm-Bereich gilt als tödlich, während die letale Dosis bei Uran zwischen einem Gramm und fünf Gramm liegt – je nachdem, wie es in den Körper gelangt. Noch gefährlicher ist allerdings die radioaktive Strahlung von Plutonium. Wird der Stoff eingeatmet, genügt vermutlich schon eine Menge von wenigen Mikrogramm, um Krebs auszulösen. Die Alphastrahlung des Plutoniums kann zwar nicht die Haut durchdringen, im Innern des Körpers aber schwere Strahlenschäden verursachen – insbesondere an den Knochen und in der Leber. Quelle Spiegel o9:30

Nach letzten Meldungen ist der US-Flugzeugträger „Ronald Reagan“ durch eine radioaktive Wolke gefahren. Die Besatzungsmitglieder erhielten in wenigen Minuten eine Dosis radioaktiver Strahlen, die sonst die zulässige Höchstbelastung für einen Monat ist. 09:12

Die amerikanischen Streitkräfte haben am Montag damit begonnen, Schiffe und Flugzeuge aus dem unmittelbaren Umkreis des von einer möglichen Kernschmelze betroffenen japanischen Kernkraftwerks abzuziehen. Grund sei eine geringfügige Belastung durch radioaktive Strahlung. Der Flugzeugträger «USS Ronald Reagan» habe sich rund 160 Kilometer vom Unglücksort entfernt befunden, als die leicht erhöhte Strahlenbelastung gemessen worden sei. (8:29 Uhr)

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