Libyen: Der Preis des Zauderns

Vor einem Monat machte es den Eindruck, als würden die Proteste, welche seit 2 Monaten die arabische Welt erschüttern, auch einen der verhasstesten Diktatoren aus dem Palaste fegen.

Die Demonstranten durften sich der Unterstützung des Westens gewiss sein und mit Recht eine aktive Unterstützung ihrer Bemühungen erwarten.

Doch es kam anders. Haette vor 4 Wochen eine klare und unmissverstaendliche Drohgebaerde, evt. auch eine İntervention genügt, die Aera Gaddafi zu beenden, bedarf es heute den Beginn eines in seiner Tragweite nicht abzuschaetzenden Krieges, zum Preise der alten Vorurteile wie „böser Westen gegen arme Muslime“. Denn das Blatt hatte sich in der Zwischenzeit gewendet. Den Aufstaendischen drohte in den letzten Tagen die endgültige Niederlage, weil es Gaddafi gelungen war, seine Truppen neu zu organisieren, Söldner zu aquirieren und seine (früher beim Westen gekauften) Waffen zum Einsatz zu bringen.

Jetzt wollen UNO und NATO  das Rad zurückdrehen. „Weg mit Gaddafi!“ Spaet kommt sie, diese Erkenntnis. Vor 4 Wochen waere ein Verlierer verjagt worden, heute kaempft man gegen einen Sieger. Eine völlig andere Ausgangslage.

Und es wird einmal mehr der Westen unter Führung der USA sein, welcher sich neben dem eigentlichen Kampf um Libyen zugleich von der arabischen Welt wird Kritik anhören müssen.

..und auf die Reaktion der Börse in der kommenden Woche darf man ebenfalls gespannt sein.

Ein hoher Preis und ein ungewisser Ausgang.

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