Fukushima am Kippen? 21.3.2011

Langsam gibt es mehr Nachrichtenquellen, welche nicht nur den Regierungssprecher und die İAEA zitieren. Derzeit scheint sich im und um das AKW Dramatisches zu ereignen:

13:00 Auch Feuerwehrleute werden unter Druck gesetzt

Gemäss Aussagen des Tokioter Gouverneurs Shintaro Ishihara (im Bild) würden die Feuerwehrleute, die beim Atomkraftwerk Fukushima 1 im Einsatz seien, von Regierungsleuten unter Druck gesetzt. «’Wenn ihr nicht schnell handelt, werdet ihr bestraft‘, wird den Feuerwehrleuten von oben gesagt», erklärte der Gouverneur heute gegenüber «Jiji News».

Ishihara habe Premier Naoto Kan gebeten, solche Anweisungen zu unterlassen. Ausserdem sei dem Gouverneuer zufolge die Arbeitszeit der Feuerwehr beim Reaktor auf Anweisung der Regierung auf sieben Stunden verlängert worden. Ursprünglich seien aber vier Stunden als maximale Arbeitszeit vereinbart worden. Die Regierung habe sich entschuldigt und eine Untersuchung angekündigt.

12:10: Auch Reaktor 2 mit Rauchfahne. Unterdessen soll dafür die Rauchentwicklung bei Reaktor drei abgenommen haben.  Da nichts anderes gemeldet wird, befinden sich die Arbeiter offenbar weiterhin in speziellen Schutzraeumen.

10:27: Michio Kobayashi, Arzt im Krankenhaus von Ishinomaki, sagte dem Sender NHK, die Menschen würden nun an den indirekten Auswirkungen des Bebens leiden. Nachdem in den ersten Tagen hauptsächlich Verletzte behandelt worden seien, steige nun die Zahl von Patienten mit Lungenentzündungen, Unterkühlung oder Infektionskrankheiten. „Uns fehlt es an allem,“ sagte er NHK. „Wir brauchen dringend medizinische Versorgungsgüter, Essen und vor allem Heizmaterial.“

Es zeichnet sich ein Engpass in der Grundversorgung ab, denn auch in Tokio hört man beispielsweise, dass Lieferungen für Grunnahrungsmittel nicht ankommen, da diese in die Katastrophengebiete umgeleitet würden. Dort wiederum besteht zusaetzlich absoluter Notstand an medizinischem Grundgeraet, Medikamenten und Treibstoff zum Heizen.

10:15: Der ARD-Journalist Robert Hettkaemper haelt an seinen Vorwürfen fest, wonach im AKW Fukushima viele „Obdachlose“ als Wegwerarbeiter taetig, auch unter den 50 Helden. Erneut bekraeftigt er diesen Vorwurf.

Vielleicht müsste man mal die Verantwortlichen und die Regierung anlaesslich einer Pressekekonferenz direkt ansprechen, denn sie bezeichnen ja die im Kraftwerk verbliebenen Menschen als İngeneure..

09:46: Bei Hitachi, 100 Kilometer südlich des Kraftwerks, wies Spinat einen Jod-131-Wert von 54.000 Becquerel und einen Cäsium-Wert von 1931 Becquerel je Kilogramm auf. Die Grenzwerte liegen in Japan bei 2000 Becquerel für Jod und bei 500 Becquerel für Cäsium. Die Weltgesundheitsorganisation  WHOempfiehlt allerdings einen generellen Grenzwert von nur 100 Becquerel pro Kilo.

100 Kilometer vom AKW entfernt… Experten haben errechnet, dass die Evakuierung des 80-km Bogens um das AKW (so wie es die Amerikaner fordern) die Umsiedlung von beinahe 1,5 Millionen Menschen erfordern würde… Einwohnerzahl von Hitachi mehr als 200 000..

09:30 Die japanische Regierung forderte die Bevölkerung im Dorf Iitate auf, kein Leitungswasser mehr zu trinken. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio, Messungen in Iitate hätten Werte von 965 Becquerel Jod pro Liter Leitungswasser ergeben.

Der Grenzwert liege aber bei 300 Becquerel, heißt es auf der Website des Dorfes Iitate, das innerhalb der 30-Kilometer Zone um das AKW Fukushima liegt.

Dem Aufruf nach zu schliessen, leben also weiterhin Menschen innerhalb der 30-Kilometer-Zone. Das Dorf hat etwa 7000 Einwohner.

09:20: Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind am Montag die Einsatzkräfte evakuiert worden, wie aus offiziellen Kreisen verlautete. Grauer Rauch stieg aus Block 3 der Anlage auf.

09:15 Die Weltgesundheitsorganisation nennt die radioaktive Verseuchung japanischer Lebensmittel ernst. Es handele sich nicht um ein örtlich einzugrenzendes Problem.

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