Fukushima: TEPCO neuer Kontrollskandal

Bei der Inspektion des havarierten AKW Fukushima 1 hat es offenbar massive Unregelmässigkeiten gegeben. Das geht aus einem vor dem Erdbeben veröffentlichten Bericht der japanischen Atomsicherheitsbehörde hervor.

Demnach liess Betreiber Tepco 33 Teile der Anlage nicht inspizieren. Darunter hätten sich Notstromgeneratoren, Pumpen und andere Teile des Kühlsystems befunden, die dann vom Tsunami beschädigt wurden und deren Ausfall zu den massiven Problemen in dem Kraftwerk führte. Quelle

Ich finde die Meldung interessant und man sollte ruhig etwas nachfragen. Wer hat die Kontrolle durchgeführt und weshalb oder mit welchem Argument fügte sie sich der Weigerung von TEPCO?

Oder ist es so, dass der AKW-Betreiber sagt, was man kontrollieren darf und was nicht?

 

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2 Kommentare zu “Fukushima: TEPCO neuer Kontrollskandal

  1. Laut telepolis (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34391/1.html) „liegt die Überwachung der Atomkraftwerke bei der Nuclear Industry and Safety Agency (NISA).“

    Englische Homepage der NISA:
    http://www.nisa.meti.go.jp/english/

    Dort heißt es:
    „In operation stage, licensee performs the Periodic Check in periodical manner. NISA performs the Periodic Inspection to confirm conformity of the Technical Standards. (…) NISA reports to the NSC that the approval or inspection in each quarter. NISA also reports to the NSC that the event and countermeasures taken.“
    http://www.nisa.meti.go.jp/english/regulation/nuclearsafety/nuclearpowerreactor/index.html

    Wieder telepolis: „Die NISA hat am 11. März ihr „NISA Emergency Preparedness Headquarters“ in Tokyo in Betrieb genommen. Für die radiologischen Messungen ist wiederum das Ministry of Education, Culture, Sports, Science, and Technology (MEXT) zuständig, das über das landesweite Messnetz verfügt.“

    Nicht als ob das sehr aussagekräftig wäre. Die Beschreibung auf der Webseite macht auf mich einen ziemlich wolkigen Eindruck.

  2. Gerade etwas entdeckt:
    „Deutsche Großbanken finanzieren die Betreibergesellschaft des havarierten japanischen Kernkraftwerks Fukushima. Dies berichten Umweltschutzorganisationen. Ihren Angaben zufolge haben Deutsche Bank und West LB Anleihen im Wert von 60 Millionen Euro für das Unternehmen Tepco ausgegeben, das für die mutmaßlich größte Reaktorkatastrophe der Geschichte verantwortlich ist. Die Kooperation fand statt, obwohl bekannt war, dass Tepco jahrzehntelang gravierende Störfälle vertuscht und Sicherheitsberichte für die japanischen Behörden systematisch gefälscht hat. … Parallel zu ihrem finanziellen Engagement betreibt insbesondere die Deutsche Bank massive Lobbyarbeit für die Atomwirtschaft. So unterzeichnete das Kreditinstitut im August 2010 einen von den Energiekonzernen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall lancierten „Energiepolitischen Appell“ an die Bundesregierung.“
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58031

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