Fukushima: Schwangere in verstrahlten Gebieten

Die Nachrichten aus der weiteren Umgebung des havarierten Reaktors Fukushima zeigen, dass ein grundasetzlicher Anstieg der Radioaktivitaet in einem weit grösseren als bisher angenommenen Umfange stattfindet.  Es handelt sich hierbei um Gebiete welche bis zu 100 Kilometern von Fukushima entfernt liegen.

Konsequenz: Milch, Spinat, Raps usw. dürfen nicht mehr verkauft werden. Man will verhindern, dass da radioaktiv belastete Nahrungsmittel aufgenommen werden. Nur: Wie steht es denn um die Versorgungsage in genau diesen Gebieten? Ein Kommentator hat treffend getitelt: Verstrahlen oder Verhungern.

Das ist ein Aspekt. Viel bedeutsamer ist meiner Meinung nach die Frage, was denn die Menschen, welche immer noch hier leben und bisher entgegen verschiedener Ratschlaege von US-Experten und WHO NİCHT evakuiert werden, für eine Perspektive haben.  Reicht der Ratschlag, in den Haeusern zu bleiben und wie soll das in der Praxis über Wochen geschehen?

Ein ganz besonderes Augenmerk müsste auf die Schwangeren gelegt werden. Wissenschaftlich ist bekannt, dass vor allem Föten im Alter von 8 – 15 Tagen auch durch leichte radioaktive Strahlung massiv geschaedigt werden können. Fehlgeburten, Totgeburten, Down Syndrom und Missbildungen können die Folge sein. Nach der Tschernobilgeschichte wurden diesbezüglich statistische Abweichungen von über 30% festgestellt. Über weitere Folgekrankheiten wird  unter Wissenschaftlern gestritten, je nachdem, welchem Lager sie angehören.

Diese Zahlen müssten trotzdem aufhorchen lassen. Überlaesst man die Bevölkerung einfach sich selbst, wissend, dass hier ein Rattenschwanz an neuem menschlichem und familiaerem Leid folgen wird, aber eben erst spaeter?

Wann kommen gerade zum Thema Schutz der Zivilbevölkerung schaerfere Proteste der zustaendigen Organisationen, um hier die Verwaltung auf Trab zu bringen? Es geht  ja nicht einfach um den Durchzug einer Wolke, sondern um eine Verstrahlung, welche sich über Wochen fortsetzen wird. Ganz besonderen Risiken sind da Schwangere im frühen Stadium ausgesetzt.

Im diesem Zusammenhang faellt auf, dass eigentlich bei kleinsten Vorfaellen um Reaktor 3 Personal schon mehrfach evakuiert wurde, dass immer von Caesium und Jod, aber nie von Plutonium gesprochen wurde. Wie es sich mit diesem hochgiftigen Stoffe wohl verhaelt? Hochgiftig und Halbwertszeit von 23 000 Jahren.

Wann also wird denn  wenigstens die Hochrisikogruppe „Schwangere“ aus den betroffenen Gebieten evakuiert?

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