Syrien: Wieder wird niedergeknüppelt und geschossen

Abseits der grossen Schlagzeilen spielen sich derzeit in Syrien Vorkommnisse ab, welche eigentlich auch im Westen deutlicher wahrgenommen werden sollten.

İm Windschatten von Lybien hat sich auch in Syrien eine Protestbewegung gebildet, welche seit mehreren Wochen aktiv ist. Nach verhaltenem Beginn gewinnt sie zunehmend an Kraft, obwohl der Staat mit allerhaertesten Mitteln diese Proteste zu ersticken versucht. Der Herrscher Bachar-al-Assad kann sich dabei auf ein, von seinem Vater gegründeten, Einparteiensystem, welches den gesamten Machtapparat in den Schlüsselpositionen besetzt, abstützen.  Es lohnt sich die jüngste Geschichte Syriens ab 1950 etwas anzuschauen.

So wird erkennbar, dass auch diese Protestbewegung durchaus begründet ist. Allerdings scheinen  die Oppositionellen keinerlei  Unterstützung, weder politisch noch in den Medien, zu erhalten, sind sehr sich selbst überlassen und auch bei hartem Waffeneinsatz von Seiten der Regierung bleibt der Westen erstaunlicherweise ruhig.

Ja, hier geht es eben um mehr: Noch darf sich auch Syrien zu den Opec-Statten zaehlen und an einem Grenzstaat zum İrak wollen sich die Politiker, welche derzeit Gadhaffi zu vertreiben versuchen, die Finger nicht schmutzig machen. Da reicht ihnen wohl die Erfahrung, welche sie im İrak gemacht haben.

So besteht die Gefahr, dass in Syrien die Regierung, welche eine ethnische Minderheit vertritt, mittelfristig die Proteste grosser Bevölkerungskreise mit den altbekannten Mitteln Verhaftung, Misshandlung und/oder Erschiessung niederschlaegt. Dies, ohne dass  wesentliche Proteste der „demokratischen Staaten“ zu hören waeren. Ob es so weit kommen wird wie beim Massaker von Hama?

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