Fukushima und Radio Eriwan

Frage an Radio Eriwan: „Darf ich jetzt wieder Äpfel aus Tschernobyl essen?“ – „Im Prinzip ja, aber die Kerne müssen Sie danach in einem Bleifaß vergraben.“ 

Das imaginaere Radio Eriwan: Das war das Ventil, welches die İnfos freisetzte, welche man im damaligen Ostblock besser nicht herumreichte.

Genau so lief und laeuft es in Fukushima ab. Seit vier Tagen weiss man: Die Regierung war von allem Anfang an über die Problematik in Fukushima informiert. Um jedoch in Tokio keine Panik aufkommen zu lassen, verfolgte man eine Hinhaltestrategie. Das mag noch nachvollziehbar sein. Dass man dafür aber waehrend 5 Wochen Hunderttausende einem erhöhten Strahlenrisiko aussetzt, weil man eben auch nicht die nötigen Schutzmassnahmen anordnet, ist eigentlich unentschuldbar.  Es sei denn, man kann den Worten eines hohen Regierungsmitgliedes folgen. „ „Wir haben natürlich immer sichergestellt, eine Lage herzustellen, die es den Menschen erlaubt, ruhig zu reagieren„, sagte Hosono.  Schön gesagt, nicht?  Da leben Hunderttausende in Rahmenbedingungen, unter denen sich die Gesundheitsrisiken taeglich erhöhen.  Man laesst sie da sitzen…

Nun gab es ja einen weiteren Eklat, da vor zwei Tagen ein offizieller Berater der Regierung, seines Zeichens Professor für Atomare Strahlung an der Uni Tokio,  nach knapp zwei Monaten sein Amt unter Protest und Traenen der Wut niedergelegt hat, nicht ohne eine Pressekonferenz zu geben.

Er könne als Wissenschaftler die von der Regierung willkürlich festgesetzten hohen Grenzwerte für den Raum Fukushima, insbesondere auch die Schulen, nicht verantworten und trete aus Protest zurück. Der Mann wird wissen, worüber er spricht und bereits vor ihm haben internationale Experten und Organisationen dieselben Bedenken geaeussert. Man muss also Mitleid und Sorge um die Menschen in diesen Zonen haben, da sie schlicht und einfach übermaessig verstrahlt werden, so sie weiterhin dort bleiben. Eine Sauerei, welche international offenbar hingenommen wird.

Und was meint die japanische Regierung zu diesen Vorwürfen? Ministerpräsident Kan verteidigte hingegen das Krisenmanagement seiner Regierung. „Wir begrüßen unterschiedliche Sichtweisen unter unseren Beratern“, sagte er am Samstag im Parlament. Alles klar?

Ja! Radio Eriwan….

Frage an Radio Eriwan: „Ist es wahr, dass man die Partei kritisieren darf?“ – „Im Prinzip ja, aber es lebt sich in den eigenen vier Wänden viel angenehmer.“

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