Schweiz: Nationalfeiertag und Schweizerpsalm

1. August, Nationalfeiertag und überall wird sie wieder gesungen werden, unsere Nationalhymne. Damit dies auch klappt, kriegt man meistens Handzettel, um das alles abzulesen…Hunderttausendfach… Kostprobe:

Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Mehr gefällig? Bitte, hier.

.. wenn das jeweils in allen 4 Strophen durch ist, atmen alle auf. Wieder mal geschafft…und jetzt zum gemütlichen Teil.

Nur so am Rande:  Im Jahre 2009 lebten 1,68 Millionen Ausländer ständig in der Schweiz, das entspricht 21,6 Prozent der Wohnbevölkerung.

Noch etwas genauer aufgeschlüsselt :

Ach ja, vielleicht noch ein Wort zu den Religionen, Angaben des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahre 2000. 

Sie alle stehen dann auf den verschiedenen Bundesplätzen und singen gemeinsam die Nationalhymne, lesen den Text vom Blatt, irgendwas von „fromme Seele ahnt“ und „Gott im hehren Vaterland“.

Ja, der Text ist religiös geprägt, 1842 entstanden, von  einem Mönch auf einen Kirchenpsalm vertont und  ist ein Ausdruck des Zeitgeistes von damals. Nach einer beinahe hundert Jahre dauernden Streiterei beschloss der Bundesrat, den Schweizerpsalm als offizielle Nationalhymne zu verankern. Das war das symbolträchtige Datum 1. April 1981 (in Worten neunzehnhunderteinundachtzig). Also kein Tippfehler. Ein weiteres Zeugnis von Zeitgeist.

Wer glaubt, die Schweiz übe sich in Konservatismus sei hiermit eines besseren belehrt: Gibt es ein treffenderes Beispiel für die wirkliche Entwicklung der Schweiz, als den am 1. August gesungenen Schweizerpsalm im Kontrast zu den Menschen , welche an diesem Anlass teilnehmen und sich mit eben diesem Psalm abmühen.

Hurra!! Sie bewegt sich ja, nur haben es einige noch nicht bemerkt…

..und weil es so schön ist, zum Mitsummen.. (und wer mag, darf nochmals lesen, wie man 1842 zum Thema Schweiz dachte…und wer mag darf üben…):

Aus der Ferne herzliche Grüsse in die Schweiz. Feiert schön. Sicherlich werde ich an diesem Tage den Geschmack einer leckeren Bratwurst vermissen. Esst also eine mehr für mich.

Tradition und Moderne ohne Worte, aber international verstanden und mit Begeisterung aufgenommen. Auch das ist Schweiz. Gott sei Dank !

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