Syrien: Morderei im Fastenmonat

Der syrische Präsident Assad sieht offenbar keinen andern Weg mehr, als die immer stärker werdenden Proteste mit Panzern zu ersticken zu versuchen. Dieses Unterfangen wird scheitern, denn gerade jetzt, im Fastenmonat Ramadan, wird deutlich, wie stark der Herrscher mit seiner Clique bereits isoliert ist.  Dass er ausgerechnet in diesem religiös emotionalen Klima derart gegen seine Landsleute vorgeht,  wird nur noch mehr Proteste hervorrufen.

Seit nunmehr 2 Monaten wird protestiert, steigen die Spannungen und nehmen die Todesopfer zu. Die blutige Wochenendbilanz mit über 100 Toten, das scharfe Vorgehen der letzten Tage mit erneut täglich um die 50 Opfer ist Hinweis darauf, dass sich die jetzige Führung nur noch mit militärischer Gewalt zu legitimieren im Stande sieht.

Damit wiederholt sich ein besonders trauriges Kapitel der syrischen Geschichte. 1982 war es Assads Vater, der einen ähnlichen Aufstand mit brutaler Gewalt niederschlug. Damals zählte man über 10 000 Opfer.  Sein Sohn, eigentlich als Reformer angetreten, scheint nun denselben Weg einzuschlagen.

Nachdenklich stimmt, dass die UNO weiterhin nicht in der Lage ist, zum Thema Syrien eine Resolution mit einer klaren Verurteilung der Staatshandlungen zusammenzukriegen. Nein, aus taktischen Gründen einigt man  sich auf eine „Erklärung“. Diese ist nicht bindend, beinhaltet keine weiteren Sanktionen und so kann Assad in seinem Lande weiterhin schalten und walten, wie es ihm passt.

Es ist schon traurig, was unsere Diplomaten heute noch zu Stande kriegen…und das nach 2 Monaten Beratung…

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