Libyen: Der Schlusspunkt ?


Nach Monaten erbitterten Kampfes und massivster Unterstützung durch die  Nato ist Gaddafi also endlich dingfest gemacht. Tot oder lebendig, darüber gibt es noch widersprüchliche Meldungen.

Was nach der Blitzrevolution in Tunesien auch für Libyen vorausgesagt war, hat sich zu einem Abnützungskampf entwickelt, den sich auch der französische Staatspräsident so kaum vorgestellt haben mag, als er im Alleingang und auf politischen Ruhm bedacht, die ersten Bombardements begann. Dabei ist viel Blut geflossen und diese Wunden werden so schnell nicht verheilen.

Vor allem aber wird sich nun, da die Machtverhältnisse geklärt sind, erst weisen, was es denn mit der Opposition in Libyen auf sich hat. Wie einig wird sie sein, wenn es darum geht, diesen Staat neu zu gründen? Wie gross ist das Risiko, dass auch den neuen Machthabern angesichts der Rohstoffvorkommen erneut die Rolle des Handlangers der Industriemächte zufallen wird? Dies mit dem einzigen Unterschied, dass das Geld in andere Taschen fliessen wird?

Sicher ist, dass die Wirtschaftsminister des Westens in den kommenden Wochen wohl häufiger nach Tripolis reisen werden, denn es geht hier darum, nationale Interessen einzubringen und sich mit der neuen Regierung gut zu stellen, egal, was vorher war. Eine andere Lösung gibt es nicht, zu sehr hängt der industrialisierte Westen am Rohöltropf.

USA: Bischof muss vor Gericht


Erstmals in den USA (oder gar weltweit?) muss sich ein Bischof vor Gericht verantworten. Es wäre zu wünschen, dass dieser Vorgang eine Vorbildwirkung für Deutschland hätte. Denn was da in Sachen Missbrauch alles vertuscht wurde, ist mit normalem Verstand als strafwürdig zu bezeichnen und die Kirche hat sich diesen Gesetzen unterzuordnen.

US-Behörden klagen erstmals an

Schule: Eine aktuelle Untersuchung


Eine DAK Studie sorgt derzeit für Aufsehen in den Medien:  „

Zeitdruck, Stress mit Schülern und Ärger mit Kollegen: Rund 60 Prozent der Lehrkräfte an deutschen Schulen haben Zweifel, ob sie bis zur üblichen Pensionsgrenze von 65 Jahren durchhalten. Frauen trifft es besonders häufig, so das Ergebnis einer Studie der Leuphana-Universität Lüneburg im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK).

Danach können 45 Prozent der über drei Jahre mehrfach befragten 1300 Lehrer nach der Arbeit schlecht abschalten, sie sind häufig in Gedanken bei den Schwierigkeiten und Problemen aus der Schule, fühlen sich gelegentlich „wie ein Nervenbündel“.

Befragt wurden Lehrer aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, aber auch aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen.“  Weiter im Stern

Es lohnt sich diesen ganzen Beitrag zu lesen, denn er zeigt die derzeitige Berufsproblematik sehr deutlich. Wenn die eigene Einschätzung bezüglich der Überlebenschancen in diesem Job so negativ ausfällt, was soll denn von diesen Lehrkräften Positives im Schulzimmer ausstrahlen?

Unter diesen Voraussitzung ist jede Unruhestörung, jeder Schüler, der nachfragt oder versagt, für die so denkende  Lehrkraft ein weiterer Nadelstich in Richtung Berufsunfähigkeit etc.  Deutlich zeigt sich hier auf, dass dieser Beruf eine Einbahnstrasse ist. Es fehlen Konzepte, Lehrkräfte in anderen Bereichen einzusetzen (beispielsweise Erwachsenenbildung etc.), wenn sie dem Schulalltag nicht mehr gewachsen sind.

Niedlich der Tipp der DAK:  Und von einer weiteren Empfehlung würden auch gleich noch die Schüler profitieren: Die Lehrer sollen kurze Phasen der Entspannung in den Unterricht oder die Pausen für alle Beteiligten einbauen.

Genau, das führen wir auch noch ein. Was darf es sein? Alle 10 Minuten, alle 15 Minuten? Könnte man dies sogar verlangen? „Sieeee, jetzt hatten wir 15 Minuten Unterricht, nun brauchen wir eine Entspannungspause…“ Doch doch, DAS sind die Quantensprünge, welche wir benötigen.

Ein umfassender Beitrag zum Thema

EU-Rettungsschirm: Eine Blitzlichtaufnahme VOR der Abstimmung im Bundestag


Heute ist also der historische Tag, Sein oder Nichtsein für die Regierungs-Koalition, was diese jedoch  bereits dementiert. Dem sei nicht so.

Ja, mit den Stimmen der SPD wird der neue Rettungsschirm beschlossen werden. Trotzdem wird sich zeigen, ob die Kanzlerin noch mit einer eigenen Mehrheit reagiert und falls nicht, werden sicherlich Rufe nach Neuwahlen laut. Doch auch die erübrigen sich, denn nach Bundesgerichtsurteil ist das derzeitige Wahlgesetz in Deutschland rechtswidrig, demzufolge nicht anzuwenden. Die Regierung hat es bisher unterlassen, diesen gravierenden Mangel zu beheben. Würde also eine vorgezogene Wahl durchgeführt, könnte diese mit Berufung auf das Bundesgerichtsurteil angefochten werden. Toll, nicht? So kann man sich auch an der Macht halten.

Ich kann es mir jedoch nicht verkneifen, eine Momentaufnahme bezüglich des Zustands der Parteien zu schiessen: Weiterlesen

Schule? Wird „abgewickelt“…


All meine bisher gezeigten Beispiele zeigen etwas auf: Das Kerngeschäft Unterricht auf der Grundstufe  ist eingeschnürt in ein sehr enges Korsett, welches ganz wenig Bewegungsspielraum zulässt. Eingegliedert in einem vielfältig vernetzten organisatorischen Überbau und Fachumfeld hat Unterricht zu funktionieren.  Wohl wird in Visionen und Schulhausprofilen in wunderbaren Sätzen Lernen in all seiner Vielfältigkeit definiert und als Bestandteil von Schulhauskultur erläutert.  Allerdings fällt Vieles alleine schon auf Grund dieses Korsetts aus Rang und Traktanden, kann allenfalls in Form einer Projektwoche, eines Sporttages, vielleicht einer mehrtägigen Klassenfahrt  einmal im Jahr ansatzweise angegangen werden. Dies wird dann in den Fachstellen für Schulhausbewertung wohlwollend vermerkt, auch wenn mindestens 36 Schulwochen eher von Eintönigkeit geprägt waren. Eintönig für die Kinder.  Die Lehrkräfte selbst sind nämlich neben den Lektionen, welche sie erteilen,  reichlich eingedeckt mit Sitzungen in Arbeitsgruppen, Absprachen mit Stellenpartnern, Elterngesprächen, Sitzung mit Therapeuten oder andern Spezialisten und natürlich Vorbereitung und Korrekturen. Nicht zu vergessen Teamarbeit im Schulhaus, der so genannte Konvent. Die heutige Schulstruktur funktioniert nur noch so. Weiterlesen