Irak-USA: Erhobenen Hauptes durch die Hintertüre


Heute ist zu lesen, dass die USA „gemäss Abkommen“ per Ende 2011 sämtliche noch verbliebenen 35 000 Armeeangehörigen aus dem Irak abziehen werde. An ihre Stelle würden möglicherweise private Sicherheitsfirmen aktiv werden. So kleine Privatarmeen, also? Kriegsgurgeln, welche nach eigenem Gutdünken für Recht, Ordnung und Sicherheit sorgen?? Söldner?

Obama betont, die letzten Soldaten, würden den Irak „erhobenen Hauptes“ verlassen und damit sei der 9-jährige Krieg beendet.  Rund eine Billion hat er gekostet, ca. 4500 US-Soldaten sind im Kampfe gefallen, Zehntausende laborieren noch an körperlichen und psychischen Verletzungen. Aber eben: Der Krieg ist „erfolgreich“ beendet.

Egal, Hauptsache man ist draussen und Obama kann für sich vereinnahmen, diesen krieg erfolgreich beendet zu haben. Wie sich die Dinge im Irak weiter entwickeln werden, das dürfen wir dann als nationales Ereignis weiter verfolgen. Stabil ist das Land noch keineswegs, im Gegenteil. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass eine Mehrheit von einer Minderheit regiert wird und die Frage der Zukunft wird sein, wer diese Minderheit erneut zu schützen gedenkt. Der Westen mit handfesten wirtschaftlichen Interessen? Eine Neugestaltung in Richtung islamischer oder islamistischer Staat? Welche Rollen werden dabei die Kurden, welche im Norden auf riesigen Erdölquellen sitzen, spielen. Wie gross ist ihr Einfluss auch über die Landesgrenzen hinaus, zum Beispiel in die Türkei oder in den Iran?

All das dürfte noch für viel Unruhe sorgen. Das ist aber nicht mehr das Problem der USA, sie nehmen für sich in Anspruch, ihren Auftrag erledigt zu haben. Welcher lautete: Das Regime Hussein, welches nach (nachweislich falschen Quellen) für die Terroranschläge vom 11.9. mitverantwortlich war, zu eliminieren. Was und wer ist nun eigentlich an dessen Stelle getreten?

 

Nobody is perfect…


Jetzt wurde doch so gejubelt über die Gesundheitsreform des US-Praesidenten, welche überraschenderweise vom Kongress genehmigt wurde und nun das:

Auf Grund von Verfahrensfehlern müssen bestimmte Stellen gestrichen oder verbessert und diese Teile erneut dem Senat und Kongress zur Genehmigung vorgelegt werden.  Daneben haben 14 Staaten Protest und Rekurs angemeldet. Was dann zum Schluss von dieser Gesundheitsreform tatsaechlich übrigbleibt, darüber streiten selbst Fachleute.

Wer mehr dazu wissen möchte: Hier gibt es İnfos.

Es ist schon beeindruckend und gleichzeitig ernüchternd, festzustellen, dass offenbar das Recht auf Sicherheit im Krankheitsfalle weiterhin von den Privilegierten in Anspruch genommen wird, und der Rest soll schauen, wo er bleibt. Für derartige Gesinnungen gibt es eine politische starke Basis.

USA: Zaesur in der Gesundheitspolitik


Nach monatelangem Zittern ist nun endlich abgestimmt worden über Obamas Gesundheitsreform. Deren Ziel: Krankenversicherung für alle.

Ein Thema bei welchem wir uns in Europa unglaeubig die Augen reiben: 30 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert, was im Falle eines Unfalls oder schwerer Krankheit gleichbedeutend mit finanziellem Ruin der ganzen Familie oder Sippe ist.

Obama ist es gelungen, einen der zentralsten Punkte seiner Wahlversprechen umzusetzen. Ob das seiner Popularitaet neuen Auftrieb verleiht?